„Finale dahoam“ – Es dreht sich was am Ebensee

Nachdem die Frauen des Post SV Nürnberg in den vergangenen Jahren je mehr oder weniger unglücklich kurz vor dem Ziel gescheitert waren, war es an Christi Himmelfahrt nun endlich soweit: Das lang ersehnte Endspiel im Bezirkspokal fand als Finale dahoam am heimischen Ebensee statt. Nach dem Auftaktsieg in Mosbach (0:3), dem Elfmeter-Krimi in Pfaffenhofen (5:6 n.E.), der klaren Angelegenheit in Wolfstein (0:8) und der engen Kiste in Losaurach (1:2) durften die rund 60 Zuschauer einem spannenden Match gegen Ligakonkurrent SG Nürnberg Fürth entgegenfiebern. Und es hielt, was es versprach: Eine Begegnung auf Augenhöhe, die beiden Teams bis zur letzten Spielminute alles abverlangte.

Bei regnerischem Wetter gingen die Mannschaften von Anfang an hochkonzentriert zu Werke, das körperlich robuste Spiel war jedoch zu keiner Zeit unfair und wurde vom Schiedsrichtergespann um Marie-Theres Mühlbauer souverän geleitet. Über weite Strecken fand die Partie im Mittelfeld statt, Torchancen gab es dennoch auf beiden Seiten. Auf die Siegesstraße brachte ihre Farben letztendlich Solveig Böhme kurz nach der Halbzeitpause: Nach gelungener Vorarbeit durch Mona Bieberich und Freddy Unruh vollendete sie eine Flanke per sehenswertem Flugkopfball zur 1:0-Führung. Bis zum Ende hin war das Ergebnis hart umkämpft, das glücklichere Ende erwischten jedoch das Heimteam, das nach 90 Minuten vom Schlusspfiff erlöst wurde.

Danach gab es für die Postler Mädels und ihre Fans kein Halten mehr und der Jubel war grenzenlos. So musste sich auch Kornelia Bayer in Vertretung von Bernd Schreiber gedulden, bis sie den Henkelpott in die Hände der stolzen Spielführerin Nadja Fröhlich überreichen konnte. Durch eine geschlossene Leistung des gesamten Teams gelang es den Post SV Frauen an diesem Tag, den Dauersieger TSV Brand zu entthronen und den Bezirkspokal endlich selbst in die Höhe zu strecken. Die SG erwies sich als überaus fairer Gegner und feierte noch lange nach Abpfiff mit den strahlenden Gewinnern.

PSV_Frauen

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Spielbericht

TSV Lonnerstadt – Post SV Nürnberg I
2 : 0

06. Mai 2018
Anstoß: 13:00 Uhr

Da der Abstand zu den Abstiegsplätzen im Laufe der letzten Wochen durch die anhaltende Negativserie immer kleiner geworden war, musste beim TSV Lonnerstadt endlich wieder ein Dreier in der laufenden Saison her. 
 
Doch die erste Aktion gehörte den Gastgeberinnen: Maj-Britt Groppes Freistoß in der 4. Minute flog genau aufs Tor der Nürnbergerinnen, jedoch genau in die Arme von Torhüterin Jenny Mertz. Zwei Minuten später bekam Lonnerstadt einen Eckstoß zugesprochen. Nadine Geinzer schlug den Ball in die Mitte, Sarah Enßlin versuchte den Ball vor einer Gegenspielerin zu klären und der Ball landete aus dem Getümmel bei Aileen Decke, die diesen aus ca einem Meter volley aus spitzem Winkel neben das Tor schoss. Auf der Gegenseite brachte eine von Solveig Böhme getretene Ecke nichts ein. Nach einer Viertelstunde waren die Hausherrinnen wieder am Zug, doch die Direktabnahme von Sonja Lutz verfehlte seinen Bestimmungsort. 
 
Ansonsten fand das Spielgeschehen in dieser Phase vornehmlich im Mittelfeld statt. Ballstafetten bis vor das gegnerische Tor waren auf beiden Seiten rar gesät. In der 25. Minute  schlug Solveig Böhme erneut einen Eckball für die Nürnbergerinnen in den Strafraum; jedoch kam niemand an den Ball. Eine Minute später prüfte Freddy Unruh die Lonnerstadter Torhüterin. Post kam immer besser ins Spiel, machte jedoch durch die mangelnde Chancenverwertung auch den Gegner wieder stärker. So kam Lonnerstadt nach einer halben Stunde nacheinander zu vier guten Gelegenheiten durch Kathrin Litz und Aileen Decke, doch Torhüterin Jenny Mertz zeigte ihre hervorragenden Reflexe sowohl auf der Linie als auch im Eins gegen Eins und bewahrte ihr Team vor einem Rückstand. 
 
Das Spielgeschehen wurde nun zusehends hektischer, da beide Mannschaften auf den ersten Treffer drängten. Nadja Fröhlich klärte eine Ecke für ihre Farben und auch Berfin Gün kam vor der Pause in ihrem ersten Spiel für Post zu einer Chance, nachdem ein Diagonalpass von Viola Schmidt durch die Lonnerstadter Abwehr rutschte. Auch Celine Hartmann hätte den Post SV vor der Halbzeitpause in Führung bringen können, ihr Flachschuss verfehlte das Tor jedoch knapp. 
 
Es dauerte bis zur 60. Minute, als der TSV in Führung ging: ein Abstoß landete in der Mitte bei Kathrin Litz, die überlegt zum 1:0 für ihre Farben abschloss. Eine Viertelstunde später schlug Freddy Unruh einen Freistoß aus halblinker Position hoch in die Mitte über die Torhüterin hinweg; Michelle Daxenberger verpasste den Ball nur knapp. Zwei Minuten später konnte auch Solveig Böhme eine Riesenchance nach tollem Zuspiel von Viola Schmidt aus 10 Metern nicht zum Ausgleich nutzen. 
In der 82. Minute fiel dann der zweite Treffer für Lonnerstadt, als Aileen Decke einen Pass durch die Schnittstelle erlief und der herauseilenden Jenny Mertz keine Chance ließ. Post drängte nun mit zwei Sturmspitzen auf den Anschlusstreffer, diese Initiative kam jedoch zu spät und es blieb beim 2:0 aus TSV-Sicht. Ärgerlich war ein ausbleibender Pfiff des eher unauffälligen Schiedsrichters Eric Strasser nach einem Handspiel der Lonnerstadter Torfrau nach einem Rückpass einer Mitspielerin. 
 
Insgesamt eine erneute Niederlage für Post trotz einer Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche. Nach dem Pokalfinale am kommenden Donnerstag folgt also ein weiteres "Endspiel" gegen den Tabellenletzten aus Leerstetten, wovor es einer deutlichen Reaktion der Spielerinnen und Verantwortlichen bedarf, um endlich wieder zu punkten. 

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Post SV Nürnberg I – SC Wernsbach-Weihenzell
1 : 2

29. April 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Am 18. Spieltag der BOL empfing der Post SV mit dem bis dato Tabellenvorletzten SC Wernsbach-Weihenzell den erwartet schweren Gegner zum Sechs-Punkte-Spiel, hätte man sich durch einen Sieg doch ein komfortableres Polster zu den unteren Rängen verschafft. Die Temperaturen entsprachen dem Spielverlauf: Eine hitzig geführte Partie, die vor allem von außen zusätzlich und unnötig befeuert wurde und den Schiedsrichter Horst Szeiler ein ums andere Mal ins Zentrum des Geschehens rücken ließ.
 
Von Minute eins an war den Gästen die größere Entschlossenheit anzusehen, dieses Spiel für sich zu entscheiden, während die Nürnbergerinnen die gesamte erste Hälfte zu keiner Zeit ins Spiel fanden. Folgerichtig markierte der SC bereits in der 10. Spielminute den Führungstreffer durch Cathrin Hechelbauer, als die Abwehr des Post SV nicht entscheidend klären konnte und die Nr. 9 der Gäste nur noch im Eins-gegen-Eins einnetzen musste. Ebendiese sorgte auch fünf Zeigerumdrehungen später für gefährliche Aktionen, als zunächst ihr Querpass von Julia Bratz knapp am Gehäuse der Nürnbergerinnen vorbeiging und sie bei einem Konter nach einer Ecke des Post SV gerade noch so gestoppt werden konnte. Nun wurde endlich die Heimmannschaft etwas aktiver und suchte den Abschluss, jedoch vergaben nacheinander Nina Ruckriegel, Hanna Bessler und Solveig Böhme. Während ein Freistoß der Gäste in der 35. Spielminute von Post-Torhüterin Jenny Mertz noch problemlos abgefangen werden konnte, hatte sie fünf Minuten später aus elf Metern das Nachsehen. Tina Jordan verwandelte einen fragwürdigen Strafstoß sicher zum 0:2.
 
Bei diesem Spielstand musste eine Gegenreaktion der Heimmannschaft her und das spiegelte sich auch im Auftreten und der Körpersprache der zweiten Halbzeit. In der Konsequenz gelang der Anschlusstreffer in der 46. Spielminute: Den Querpass von Mona Bieberich von der Grundlinie verpasste zunächst die elfmeterwürdig gestoppte Solveig Böhme, bevor die nachgelaufene Nina Ruckriegel eine Unsicherheit der gegnerischen Torhüterin ausnutzte und den bereits verloren geglaubten Ball über die Torlinie schob. Die Torschützin schien Blut geleckt zu haben und brachte in den folgenden zehn Minuten das Tor der Gäste mit starken Aktionen ein ums andere Mal in große Bedrängnis, ohne sich und ihr Team jedoch belohnen zu können.
 
In der 72. wurde schließlich Solveig Böhme mit einem langen hohen Ball bedient, zielte aber aus etwa 16 Metern über das von Lisa Deppe gehütete Tor. Auch ihr druckvoller Kopfball fünf Meter vor dem Kasten nach traumhafter Flanke von Nadja Fröhlich ging über den Querbalken. Die Partie spielte sich nur noch in der Hälfte des SC Wernsbach-Weihenzell ab, doch auch die Distanzschüsse von Mona Bieberich und Freddy Unruh brachten nicht den erhofften Ausgleich. Die letzten Hoffnungen zerschlugen sich schließlich in der 90. Spielminute, als beim Kopfball von Julia Harder aus Sicht der Gäste nur die Latte rettete.
 
Aufgrund der zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten wäre zumindest ein Unentschieden verdient gewesen, mit Blick auf die Vielzahl vergebener Torchancen schmerzt die Niederlage umso mehr. Den Gästen aus Wernsbach-Weihenzell muss man dennoch Anerkennung zollen: für ihren aufopferungsvollen Kampf und die Effizienz im Abschluss. Für die Frauen des Post SV gilt es hingegen, das Engagement der zweiten Hälfte mit in die nächste Woche zu nehmen und zunächst gegen den SV Losaurach den Einzug ins Finale des Bezirkspokals perfekt zu machen, bevor am Wochenende beim TSV Lonnerstadt die ersten drei Punkte der Rückrunde eingefahren werden sollen.

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SV Sulzkirchen e. V. – Post SV Nürnberg I
1 : 0

21. April 2018
Anstoß: 16:00 Uhr

Der Post SV Nürnberg ging motiviert in die Partie, konnte den Siegeswillen aber von Beginn an nicht spielerisch umsetzen, so dass Sulzkirchen mit mehr Druck startete. Viele Fehlpässe auf der Seite der Nürnberger führten zu einer gehemmten Spielweise, aus der dennoch ein paar Chancen erarbeitet werden konnten. So wurde die erste Möglichkeit durch Solveig Böhme, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen, geblockt. Knapp zehn Minuten später scheiterte auch die zweite Chance, bei der vorherige Schützin Ines Rudel auflegte. Die Gegner konterten daraufhin über die linke Seite. Eine sulzkirchner Spielerin setzte sich durch und erzielt in der 27. Minute das 1:0. Weitere Chancen für Sulzkirchen schließen sich an, die durch die Führung selbstbewusster und aggressiver im Angriffsverhalten agieren. Die Fehlpässe der Gäste häufen sich im Spielaufbau, doch es gelingt den Nürnbergerinnen, sich durch mehrere Fernschüsse die Zeit zu erarbeiten, wieder ins Spiel zu kommen.
 
Die zweite Halbzeit beginnt weiterhin verhalten, in der 47. Minute wird Posts Mannschaftsführerin Ines Rudel gefoult und muss verletzt ausscheiden. Im Verlauf der zweiten 45 Minuten ergeben sich Chancen auf beiden Seiten, die aber aus Sicht des Post SV meist an mangelnder Präzision und Dynamik scheitern. Die Mannschaft scheint angesichts der sommerlichen Temperaturen träge, rückt nicht rechtzeitig nach und lässt dem Gegner so die Chance, immer den ersten Ball zu erreichen. Der Schiedsrichter pfeift trotz einiger längerer verletzungsbedingter Unterbrechungen überpünktlich ab und letzten Endes bleibt es daher beim 1:0 für Sulzkirchen.

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Post SV Nürnberg I – TSV Mörsdorf
0 : 2

15. April 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Bei sommerlichen Wetter war der TSV Mörsdorf zu Gast am Ebensee. Gegen die altbekannten Gäste war es das Ziel, sich für die unglückliche Niederlage in der Hinrunde zu revanchieren und zugleich den ersten Dreier in der Rückrunde einzufahren, auch wenn man auf einige wichtige Spielerinnen verzichten musste. Die Mörsdorferinnen sind für ihr zweikampfstarkes Spiel bekannt, dem man robust, aber fair entgegnen wollte.
 
Bereits in der dritten Spielminute bekam die Heimelf einen Freistoß von links nahe der Eckfahne zugesprochen. Julia Harder führte flach auf Mona Bieberich aus, die den Ball auf Ines Rudel durchließ, deren Schuss aus ca 16 Metern jedoch flach rechts am Tor der Gäste vorbeiging.
Vier Minuten später griffen die Nürnbergerinnen über die rechte Seite an. Michelle Daxenbergers flache Hereingabe konnte jedoch von der Torhüterin der Mörsdorferinnen abgelaufen werden. In der 15. Minute spielte sich die gleiche Situation noch einmal ab, jedoch per Flanke derselben Spielerin.
Auf der Gegenseite geschah bis zur 25. Spielminute nichts Nennswertes. Dann jedoch lief eine Mörsdorferin auf das Tor von Jenny Mertz zu. Diese konnte den Ball zunächst gut abblocken, jedoch schob ihn die mitgelaufene Melissa Medererzum viel umjubelten Führungstreffer ins leere Tor ein.
 
Etwa zehn Zeigerumdrehungen später wurde ein langer Ball auf eine Mörsdorfer Stürmerin zur Ecke geklärt. Diese landete am langen Pfosten bei Julia Halbritter, die sich so vom Ball wegdrehte, dass der Ball von ihrem Oberschenkel zwischen zwei Nürnberger Abwehrspielerinnen und der Torfrau zum 0:2 aus Post-Sicht im Tor landete.
 
Nach der Pause versuchte Post, mit einigen Umstellungen wieder besser ins Spiel zu finden und durch zwingendere Torchancen den Anschlusstreffer zu erzielen. In der 60. Minute landete ein langer Ball bei Mittelstürmerin Solveig Böhme, deren Abschluss rechts am Tor vorbei ging.
Fünf Minuten später segelte ein Ball auf der anderen Seite aus 30 Metern über das Tor.
Wieder fünf Zeigerumdrehungen später legte Solveig Böhme in die Mitte auf Nina Ruckriegel. Auch ihr Abschluss aus 10 Metern zentral vor dem Tor fand nicht seinen Bestimmungsort. In der 72. Minute zirkelte Viola Schmidt einen Freistoß aus 25 Metern auf Freddy Unruh, die direkt in die Arme der Gästetorhüterin köpfte.
Nach einem Fehlpass im Zentrum der Nürnbergerinnen konnte Jenny Mertz einen Torschuss von Melissa Mederer aus 10 Metern klären.
Zwei Minuten später fand auf der anderen Seite ein Angriff über rechts statt. Nina Ruckriegel konnte die Flanke aus 5 Metern jedoch nicht verwerten.
Die letzte Aktion gehörte wiederum den Gästen. Die eingewechselte Anja Bähr schoss jedoch aus ca 35 Metern links am Tor vorbei.
 
Insgesamt eine verdiente Niederlage, die vor allem dem fehlenden unbedingten Willen, das Spiel zu drehen, und den zu ungenauen "letzten Bällen" vor dem Tor geschuldet war. Um sich nun vom Tabellenende etwas abzusetzen, müssen am kommenden Wochenende beim, ebenfalls unangenehmen Gegner, SV Sulzkirchen dringend drei Punkte mitgenommen werden.

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SpVgg Greuther Fürth II – Post SV Nürnberg I
3 : 3

08. April 2018
Anstoß: 11:00 Uhr

Am Sonntagvormittag sahen die rund 80 Zuschauer am Kunstrasen des Profigeländes der SpVgg Greuther Fürth bei herrlichem Fußballwetter eine muntere und torreiche Partie zwischen der U23 der Kleeblätter und den Post SV Frauen, welche vom gut leitenden Schiedsrichter Kotscher Rashed pünktlich angepfiffen wurde.
 
Den besseren Start erwischte die Heimmannschaft, die bereits in der 4. Spielminute in Führung ging: Amelie Striegel wurde mit einem Pass in die Schnittstelle mustergültig bedient, behielt im Eins gegen Eins einen kühlen Kopf und schloss überlegt zum 1:0 ab. Von dem frühen Gegentreffer relativ unbeeindruckt arbeiteten sich die Gäste vom Ebensee jedoch zusehends besser ins Spiel und kamen knapp zehn Zeigerumdrehungen später durch einen Treffer der Marke Traumtor zum Ausgleich: Julia Harder trat einen Eckball von links an Freund und Feind vorbei zum 1:1 ins lange Eck, als ob es nichts Einfacheres gäbe. Nun hielten die Nürnbergerinnen den Druck hoch und kamen wieder knapp zehn Spielminuten später aus ca. 20 Metern zur nächsten Gelegenheit durch Katja Hagemann, die jedoch links am Gehäuse der Spielvereinigung vorbeiging. Nicht so der Abschluss durch Solveig Böhme in der 26. Minute: Nach Zuspiel von Freddy Unruh schickte Nina Ruckriegel die Post SV Stürmerin auf die Reise, die allein vor der Heimtorhüterin Janina Leipold die Ruhe bewahrte und den Ball an dieser vorbei zur 1:2 Führung ins lange Eck einnetzte.
 
Kaum war das Spiel gedreht, waren wieder die Fürtherinnen am Drücker und erarbeiteten sich zusehends mehr Chancen durch Standardsituationen. In der 32. Spielminute verpasste ein Kopfball nach einer Ecke noch knapp das Tor der Gäste, nur zwei Minuten später erwies sich die Heimmannschaft nach einem erneuten Eckball bereits ein wenig zielsicherer und scheiterte aus kürzester Distanz nur am starken Reflex der Post SV Keeperin Jenny Mertz, die den Kopfball über die Latte zur nächsten Ecke klärte. Diese wusste dann aber Francesca Hau zu nutzen, indem sie einen Kopfball aus dem Gewühl heraus aus zum 2:2 Ausgleich ins rechte Eck abschloss. Bis zum Halbzeitpfiff geschah dann nichts Nennenswertes mehr.
 
Nach Wiederanpfiff hatten wiederum die Nürnbergerinnen die erste Gelegenheit zur erneuten Führung, als Ines Rudel in der 53. Spielminute mit einer schönen Freistoßvariante Solveig Böhme bediente, die letztlich jedoch an der gegnerischen Torfrau scheiterte. Auf der anderen Spielfeldseite hielt Freddy Unruh sieben Minuten später bei einem Freistoß der Heimmannschaft aus knapp 22 Metern den Kopf für ihre Farben hin und klärte eine hohe Hereingabe, bevor es gefährlich werden konnte. Einen weiteren Freistoß aus aussichtsreicher Position konnte schließlich Jenny Mertz über die Latte lenken. In der 63. Minute hatte sie jedoch das Nachsehen, als Amanda Sulewski die Abwehr der Gäste übersprintete und den Ball überlegt zur 3:2 Führung in die Maschen versenkte. Eine ähnlich aussichtsreiche Gelegenheit blieb auf der Gegenseite zum Leidwesen der Post SV Frauen drei Minuten später ungenutzt. Auch der gute Schuss von Julia Harder wenig später aus halbrechter Position fand nicht seinen Bestimmungsort und ging knapp links am Tor der Fürtherinnen vorbei. Was sich mit diesen Chancen angedeutet hatte, wurde in der 80. Spielminute schließlich Wirklichkeit: Nach gutem Zuspiel von Solveig Böhme war es Nina Ruckriegel, die von der linken Seite allein aufs Tor zulief und mit einem flachen Abschluss ins lange Eck den 3:3 Ausgleich erzielte, welcher in den Schlussminuten von beiden Teams nicht mehr wesentlich infrage gestellt wurde und damit auch den Endstand markierte.
 
Insgesamt hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel, alles in allem erscheint das Remis jedoch gerecht, hatte die Heimmannschaft ihre weniger zahlreichen Chancen ein Stück weit konsequenter genutzt. Nichtsdestotrotz legten die Post SV Frauen die rückrundentypische kämpferische Haltung an den Tag und brachten sich trotz der Rückschläge dank geschlossener Teamleistung immer wieder selbst zurück ins Spiel. Mit der gleichen Einstellung gilt es nun auch beim nächsten schweren Spiel gegen den TSV Mörsdorf zu agieren, um drei wichtige Punkte am heimischen Ebensee zu behalten.

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Post SV Nürnberg I – SG Nürnberg Fürth 1
2 : 2

25. März 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Der Heimspielauftakt des Post SV Nürnberg auf dem heimischen Kunstrasen begann beidseitig mit hohem Druck. Die Teams zeigten den Willen, das Spiel an sich zu reißen. Dennoch kamen die Nürnbergerinnen besser ins Spiel und waren konsequent früher am Ball als die Gegner. Torchancen ergeben sich auf beiden Seiten, können jedoch immer wieder vereitelt werden. In der 18. Minute dann der Schock für die Gastgeber: die Mittelstürmerin der SG kann sich durchsetzen und erzielt das 1:0 für die Gäste durch einen platzierten Schuss ins rechte Eck. Doch die Nürnbergerinnen lassen sich nicht beirren und erhöhen stattdessen den Druck. Unmittelbar danach erreicht ein langer Ball Nina Ruckriegel auf der linken Seite, die aus spitzem Winkel den Ausgleich in der 20. Minute dingfest macht und damit das Spiel auf Anfang zurück setzt.
 
Nach der Halbzeit kommt der Post SV wieder gut ins Spiel, allerdings lässt schnell die Dynamik und Spritzigkeit nach. Anstatt die ersten Bälle abzulaufen, wird nun defensiver abgewartet, was der SG den Raum gibt, besser in die Angriffsbewegung zu kommen. In der 68. Minute gelangt ein langer generischer Pass aus dem Mittelfeld auf die rechte Außenbahn. Die Nürnberger Abwehr schafft es nicht mehr, hinterher zu kommen, sodass eine Flanke von rechts einen direkten Abnehmer im Zentrum findet. Damit heißt es 1:2 für die SG Nürnberg Fürth. Dennoch geben die Nürnbergerinnen nicht auf, die in den folgenden Minuten stark gehandicapt werden. So muss Margaux Verheecke nach einem Schuss ins Gesicht verletzt ausscheiden. Bei einer rotverdächtigen Situation kann auch Nina Ruckriegel nach einem Nachtritt ihrer Gegenspielerin nicht mehr am Spiel teilnehmen. Zu zehnt versucht der Post SV allerdings weiterhin den Ausgleich zu erzielen und stellt dementsprechend offensiv um. In der 89. Minute dann ein weiterer Schlag für die Gastgeber: Nadja Fröhlich attackiert eine aufs Tor zu laufende Gegnerin und wird aufgrund einer vermeintlichen Notbremse mit einer glatten roten Karte vom Feld verwiesen. Das Urteil des Schiedsrichters ist an dieser Stelle klar zu hart ausgefallen. Das Spiel scheint nun entschieden. Zu neunt halten die Nürnbergerinnen jedoch weiterhin dem Druck der SG statt. In torgefährlicher Position stellt ein Freistoß die letzte Chance auf einen Ausgleich dar. In der 93. Minute platziert Ines Rudel ihren Schuss scharf im Sechzehner der SG. Eine Abwehrspielerin fälscht den Ball ab und dieser landet zum 2:2 in den Maschen. Daraufhin ertönt der Schlusspfiff des Schiedsrichters und das Team des Post SV darf sich über eine kämpferisch überzeugende Leistung freuen.

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FC Ezelsdorf – Post SV Nürnberg I
1 : 0

17. März 2018
Anstoß: 16:00 Uhr

Das erste Spiel der Rückrunde fand gleich beim amtierenden Tabellenführer, dem FC Ezelsdorf, statt, der bis dato alle Spiele der laufenden Saison gewonnen hatte. Das Ziel war klar formuliert: Es sollten endlich die ersten Punkte entführt werden. 
 
Entsprechend druckvoll starteten die Nürnbergerinnen auch in die Partie. Gleich in der 4. Spielminute versuchte es Ines Rudel per Fernschuss aus 35 Metern, der jedoch sein Ziel verfehlte. In der 10. Minute bekam der Post SV einen Freistoß aus halblinker Position zugesprochen, der von Ines Rudel kurz auf Miriam Grasser ausgeführt wurde. Der letzte Pass in den Strafraum konnte jedoch abgeblockt werden. 
Insgesamt war der Platz sehr tief und schwer bespielbar, sodass es bei beiden Teams zu vielen Fehlpässen, gerade im Mittelfeld und vor dem gegnerischen Tor, kam und so ein richtiger Spielaufbau und Ballstafetten eher rar gesät waren. 
Die Nürnbergerinnen hatten jedoch in der ersten Viertelstunde deutlich mehr Ballbesitz und kamen auch häufiger in das letzte Drittel des Platzes. 
In der 17. Minute war dann erstmals die Nürnberger Torhüterin Jenny Mertz gefordert, als die Ezelsdorferinnen einen Freistoß aus halbrechter Position zugesprochen bekamen und Jasmin Gnan auf Maike Wintrich passte, die den Abschluss suchte. Der darauf folgende Konter wurde aufgrund einer Abseitsstellung der Post-Stürmerin abgepfiffen. Julia Hirschmann vom FC Ezelsdorf versuchte ihr Glück in der 22. Spielminute aus ca. 12 Metern; ihr Schuss ging jedoch über die Latte. 
 
Ezelsdorf fand immer besser ins Spiel, auch, weil Post nicht mehr so viel Druck nach vorne ausübte und den Hausherrinnen mehr Raum ließ. Post musste nun erstmals verletzungsbedigt auswechseln.  In der 35. Minute wurde eine Ezelsdorfer Ecke wegen Stürmerfouls an Torhüterin Jenny Mertz abgepfiffen. 
Insgesamt fehlten auf beiden Seiten die gefährlichen letzten Pässe und auch die letzte Konsequenz im Abschluss, sodass es mit einem aufgrund des Spielverlaufs leistungsgerechten 0:0 in die Pause ging. 
Ezelsdorf startete nun erwartet druckvoll und fest entschlossen, nun in Führung zu gehen. In der 47. Minute hatten die Nürnbergerinnen Glück, als die Abwehr und die Torhüterin zu früh herausgeschoben hatten und ein Ball einer Gegnerin knapp neben das Tor kullerte. 
Eine Zeigerumdrehung später verfehlten die Ezelsdorfer Offensivkräfte eine von Melissa Allen gut getretene Ecke nur knapp. Auch ein Ballverlust einer Nürnberger Abwehrspielerin sowie ein Abpraller führten beinahe zum Führungstreffer für die Gastgeberinnen. 
In der 52. Minute dann erstmals wieder ein Torschuss des Post SV, doch Mona Bieberich traf den Ball nur mit dem Außenrist. Drei Minuten später legte Celine Hartmann den Ball auf Freddy Unruh, deren Schuss auch nicht im Tor der Ezelsdorferinnen landete, ebenso wie zwei gute Gelegenheiten von Solveig Böhme in der 61. und 65. Spielminute. In der 75. Minute setzte sich Julia Harder auf der rechten Seite durch; ihr Pass in die Mitte landete jedoch bei einer Gegenspielerin. 
Alle hatten sich bereits mit dem Unentschieden abgefunden, als in der 89. Minute aus dem Nichts heraus ein hoher Ball aus dem Zentrum vorne bei der Ezelsdorfer Stürmerin Michaela Bayer landete, die den Ball glücklich an zwei Abwehrspielerinnen und Jenny Mertz vorbei zum viel umjubelten 
1:0 für Ezelsdorf in die Maschen beförderte. 
Eine bittere und unnötige Niederlage für den Post SV, der es versäumte, das eigene Übergewicht in ein früheres Tor umzumünzen und somit das Spiel schon früher für sich zu entscheiden. Es gelang nicht, das Tempo über 90 Minuten hinweg aufrechtzuerhalten. Auch der letzte gefährliche Pass vor das Tor sowie die Passquote sind Faktoren, an denen es nun zu arbeiten gilt, um an der Leistung am kommenden Sonntag im Derby gegen die SG Nürnberg/Fürth anzuknüpfen. 

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Post SV Nürnberg I – TSV Brand
3 : 2

05. November 2017
Anstoß: 15:00 Uhr

Am vorletzten Spieltag der Hinrunde bekam die Handvoll Zuschauer bei typischem Novemberwetter auf dem schwer zu bespielenden B-Platz am Ebensee das erwartet kampfintensive Spiel zweier BOL-erfahrener Teams zu sehen. 
Die erste Chance der noch jungen Partie gehörte dem TSV Brand, brachte jedoch nichts Zählbares ein. Besser machte es Post-Kapitänin Ines Rudel in der 6. Spielminute mit einem Tor der Marke „so eins macht man nicht oft in der Karriere“: Nach einem Foul an Freddy Unruh auf Höhe des Mittelkreises nutzte sie die Unordnung der Gäste, fasste sich ein Herz und zog aus knapp 40 Metern einfach mal in Richtung Tor ab, wo sich der Ball genau ins rechte Kreuzeck senkte und einschlug. Ungeachtet der Reklamationen durch die aufgebrachten Brander setzte die noch junge und unsichere Schiedsrichterin Antonia Herbig die Partie mit Wiederanstoß fort, etwa zehn Zeigerumdrehungen später war ebendiese jedoch erneut im Mittelpunkt des Geschehens, als sie nach einem Foulspiel an Chris Wollner aber völlig zurecht auf Strafstoß für die Heimmannschaft entschied. Soli Böhme übernahm sogleich Verantwortung für ihre Farben und verwandelte diesen zur 2:0-Führung.
 
Nur drei Minuten später hätten die Nürnbergerinnen den Sack beinahe zumachen können, jedoch vergab Jenny Hallmann nach traumhaften Zuspiel von Chris Wollner aus ca. 16 Metern knapp. Es dauerte bis zur 27. Minute, bis sich der TSV wieder etwas von dem Schock erholen und durch Stephanie Barabas einen Stolperer in der Abwehr des Post SV zum Anschlusstreffer nutzen konnte. 
 
Mit einem Spielstand von 2:1 ging es in die Pause.
Mit zwei Wechseln wollten die Gäste nach Wiederanpfiff zum Gegenangriff blasen, mussten in der 50. Spielminute zunächst jedoch ein weiteres Gegentor hinnehmen. Nach einem von Ines Rudel schön getretenen Eckball konnte Tatjana Auterhoff im Tor des TSV Brand den Abschluss von Freddy Unruh zunächst noch klären, den Abpraller wusste Nina Ruckriegel jedoch gedankenschnell aus kürzester Distanz über die Linie zu befördern. In der Folge war das Spiel arm an Torraumszenen, die wenigen Vorstöße der Gastmannschaft konnte Post-Torhüterin Jenny Mertz zumeist ablaufen, bevor diese gefährlich werden konnten. In der 67. Spielminute war sie jedoch machtlos, als die Brander mit einer Kopie des ersten Tors durch Kapitänin Daniela Puscha den erneuten Anschluss erzielten und die Partie so noch einmal spannend machten. Den Rest des Spiels war das Heimteam zuvorderst auf Verteidigung bedacht, der TSV erhöhte entsprechend den Druck und kam auch noch das ein oder andere Mal zu aussichtsreichen Gelegenheiten, denen mit vereinten Kräften getrotzt wurde. 
 
Der Ausgleich sollte und wollte schlussendlich nicht fallen, sodass die drei Punkte alles in allem verdient am Ebensee blieben. Die Postlerinnen belohnten sich für die erarbeiteten Chancen und konnten durch den wichtigen Sieg den Abstand zu den Abstiegsrängen weiter vergrößern. Daran gilt es auch nächsten Samstag beim Auswärtsspiel gegen den SV Mosbach anzuknüpfen, um sich mit einem beruhigenden Polster in die Winterpause zu verabschieden.
 

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SV Leerstetten – Post SV Nürnberg I
0 : 4

28. Oktober 2017
Anstoß: 14:00 Uhr

Das BOL-Match beginnt ausgeglichen und gleich zu Beginn startet Leerstetten mit einer Chance, die Aktion scheitert jedoch an Keeperin Jenny Mertz. In der 8. Spielminute dann, die Möglichkeit auf der Seite der Gäste. Viola Schmidt flankt von der rechten Außenbahn und findet in Mona Bieberich eine Abnehmerin. Vom linken Sechzehnereck platziert sie ihren Schuss direkt unter die Latte zum 1:0 für den Post SV. Angespornt durch die frühe Führung baut das Gästeteam weiter Druck auf und es folgen mehrere Chancen. Ein Weitschuss von Viola Schmidt geht über den Kasten, Christin Wollner nutzt in der 12. Minute einen Stoppfehler in der Leerstettener Abwehr aus, überläuft zwei gegnerische Spieler und legt den Ball dann am Tor vorbei und gleich im Anschluss scheitert sie erneut – nachdem Nina Deinzer Nicole Winkler mit einem langen Ball schickt, passt diese ihn quer, doch Christin schließt in die Arme des Torwarts ab.
Nach einer schönen Bogenlampe von Ines Rudel kommt Leerstetten wieder besser ins Spiel und es ergeben sich ungenutzte Chancen, die hauptsächlich aufgrund von Absprache- und Konzentrationsfehlern gefährlich werden. In der 38. Minute fällt das wichtige 2:0 für den Post SV. Nina Ruckriegel erreicht ein Ball von Jenny Hallmann aus der Mitte und platziert ihren ersten Schuss flach, sodass der Torwart ihn abprallen lassen muss. Im Nachschuss ist sie konsequenter und drischt den Ball in die Maschen.
 
Die zweite Halbzeit beginnt erneut druckvoll von Seiten der Gastmannschaft, dennoch ergeben sich auch für Leerstetten gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer, die jedoch stets an Jenny Mertz im Tor des Post SV scheitern. In der 81. Minute erreicht ein langer Ball Nadja Fröhlich, die durchgelaufen ist und den Ball nun flach ins Zentrum legt, wo Nina Ruckriegel ihn für Hannah Beßler stoppt. Diesmal schaltet jedoch die Abwehr von Leerstetten und kann einen Torabschluss unterbinden. Den Zweitversuch startet Michelle Daxenberger, doch der Schuss prallt ab. Wieder ist es Nina Ruckriegel, die spekuliert und nachläuft – sie verwandelt zum erlösenden 3:0, das den Sack zu macht.
Das Leerstettener Team hat nun sichtlich mit dem Ergebnis abgeschlossen und so kann der Post SV mit dem 4:0 in der 89. Minute noch einen draufsetzen. Nach einem schönen Diagonalball von Ines Rudel in die Schnittstelle landet der Ball nach einem Klärungsversuch im Zentrum, wo die freistehende Julia Harder nur darauf wartet, die Kugel ins fast leere Tor zu bringen.