Spielbericht: Post SV Nürnberg – SpVgg Greuther Fürth II

Post SV Nürnberg – SpVgg Greuther Fürth II
1:2

04. November 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Mit Blick auf die früh einbrechende Dunkelheit wurde die Partie zwischen dem Post SV und der Reserve der SpVgg Greuther Fürth auf dem Kunstrasen am Ebensee ausgetragen. Der Gast begann druckvoll und kam in Minute drei das erste Mal vors gegnerische Tor, der wenig platzierte Abschluss war für Torfrau Anne Engler jedoch leichte Beute. Auch einen Fürther Schuss von halbrechts drei Minuten später lenkte sie souverän übers Tor. Die erste nennenswerte Torraumszene aufseiten des Heimteams folgte in der 9. Spielminute, als Berfin Gün eine Flanke per Direktabnahme knapp über das Tor jagte. In der Folgeminute war der Post SV dann Opfer einer krassen Fehlentscheidung vom Schiedsrichter, die nicht die einzige an diesem Tag bleiben sollte: Den Führungstreffer zum 0:1 konnten die Kleeblätter nur erzielen, weil gleich drei Spielerinnen im nicht geahndeten Abseits standen. Trotz dieser Ungerechtigkeit ließen die Nürnbergerinnen die Köpfe nicht hängen und kamen ihrerseits zu weiteren Torgelegenheiten. In der 15. Spielminute ging der Nachschuss, nach einer zu kurz geklärten Ecke, nur knapp drüber. Zwei Zeigerumdrehungen später setzte Nadja Fröhlich einen von Freddy Unruh weit getretenen Freistoß artistisch mit dem Knie wenige Zentimeter neben das Tor. Auf der Gegenseite ergab sich in der 23. Spielminute eine aussichtsreiche Gelegenheit für Nadja Kulaga, die diese vom rechten Sechszehnereck bedient freistehend vor Anne Engler leichtfertig vergab. Im Gegenzug wieder am anderen Strafraum ging ein strammer Schuss von Nadja Fröhlich nur knapp am linken Pfosten vorbei. Der Freistoß zehn Minuten später nach starker Balleroberung durch und gelbwürdigem Foul an Freddy Unruh scheiterte hingegen bereits an der Mauer. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause.

Die erste nennenswerte Aktion in den zweiten 45 Minuten ging aufs Konto der Fürtherinnen, jedoch landete der Schuss aus spitzem Winkel nur am Außenpfosten. Etwa zehn Minuten nach Wiederanpfiff schossen sie zwei Fürtherinnen im eigenen Strafraum gegenseitig ab, woraufhin der Ball Berfin Gün vor die Füße fiel, jedoch nach einem Moment des Zögerns gerade noch geblockt werden konnte. Dem Spielverlauf nicht wirklich entsprechend, konnte Greuther In der 64. Spielminute nachlegen: Im Zentrum zu zögerlich in den Zweikampf gegangen, durfte das Heimteam staunend zusehen, wie sich ein Fürther Schuss aus etwa 30 Metern Entfernung schön unter die Latte senkte und zum 0:2 einschlug. Es brauchte ein paar Minuten, bis sich der Post SV davon erholte, doch dann folgte die bis dato größte Torgelegenheit: Mit einer Traumflanke bedient Nina Ruckriegel Nadin Sander am Fünfer, ihr Kopfball wurde von Janina Leipold jedoch mit einem unglaublichen Reflex pariert. In der 78. Spielminute gelang der Flankengeberin nach einem Abstauber der langersehnte und verdiente Anschlusstreffer zum 1:2. Die letzten zehn Spielminuten waren dann geprägt von körperlicher Härte der Gäste, die zeitweise ins Unsportliche kippte und am Spielfeldrand lautstark diskutiert wurde, durch die Passivität des Schiedsrichtern ja beinahe tumultartige Ausmaße annahm. Am Ergebnis konnte dies trotz aller Bemühungen von Nürnberger Seite nichts mehr ändern.

So zieht der noch immer ungeschlagene Tabellenführer vorne weiter einsam seine Kreise, während sich der Post SV trotz des aufopferungsvollen Kampfs nicht mit einem Punkt belohnen konnte. Nun gilt es, die letzten beiden Spiele der Hinrunde positiv für sich zu gestalten, um mit einem passablen Punktepolster sowie guten Gefühl in die Winterpause zu gehen.

Spielbericht: TSV Mörsdorf – Post SV Nürnberg

TSV Mörsdorf - Post SV Nürnberg
2:4

25. Oktober 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Den kalten Temperaturen zum Trotz machten sich die Mädels vom Post SV bereit für einen heißen Kampf um die drei Punkte beim direkten Tabellennachbarn TSV Mörsdorf. Auf dem kleinen, aber gut bespielbaren A-Platz legten die Gäste einen druckvollen Start hin und gingen bereits in der 4. Spielminute durch Freddy Unruh in Führung, die einen Pass von Margaux Verheecke mit einem Schuss wie ein Strich von außerhalb des Strafraums zum 0:1 ins Kreuzeck nagelte. Die Mörsdorferinnen brauchten ein paar Momente, um sich von dem frühen Schock zu erholen. In Minute zwölf kamen sie zum ersten Mal gefährlich vors Tor und setzten den Abschluss nur knapp neben den linken Pfosten. Davon unbeeindruckt legten die Gäste wenig später nach und zwar doppelt, beide Male durch die quirlige Nina Ruckriegel. In der 16. Spielminute umkurvte sie die gegnerische Torhüterin nach einem Schnittstellenpass von Mona Bieberich und netzte zum 0:2 ein. Acht Zeigerumdrehungen später vollstreckte sie einen Querpass von Margaux Verheecke nach einer klugen Spieleröffnung durch Greta Balser zum 0:3. Die Mörsdorferinnen hätten nun die Köpfe in den Sand stecken können, zeigten sich aber weiter kämpferisch und kamen so noch vor dem Pausenpfiff zum Anschlusstreffer. In der 41. Spielminute fand ein weit getretener Eckstoß seinen Abnehmer in Verena Klebl, die den Ball nur noch mit dem Kopf zum 1:3 über die Linie drücken musste.

In Spielhälfte zwei wollten die Nürnbergerinnen nahtlos an die ersten 45 Minuten anknüpfen und das Spiel weiterhin hauptsächlich in der gegnerischen Hälfte stattfinden lassen sowie die erarbeiteten Torchancen konsequent nutzen. Das gelang zunächst auch ganz gut und führte zum erneuten Torerfolg: In der 50. Spielminute fand Nadja Fröhlich im richtigen Moment die Lücke in der Abwehr des Heimteams und bediente mit ihrem Pass Nina Ruckriegel, die wiederum Teresa Meixner im Tor des TSV umkurvte und mit ihrem dritten Treffer das 1:4 für ihre Farben erzielte. Fürs Mörsdorf war das noch immer kein hinreichender Grund aufzugeben, im Gegenteil wurde das Heimteam zunehmend stärker, kam zehn Minuten später mit einem kraftvollen Schuss von Melissa Mederer zum 2:4 Anschlusstreffer und hielt so die Spannung weiter hoch. Die Gäste wollten sich dennoch nicht auf die Abwehr beschränken und trieben den Ball immerzu nach vorne, was ein ums andere Mal in Kontersituationen mündete, die jedoch allesamt vergeben wurden. In den letzten Spielminuten beschränkte man sich beim Post SV dann doch erfolgreich darauf, den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten, um den Sieg nicht noch zu gefährden.

Rückblickend betrachtet sah man einen verdienten Erfolg der Nürnbergerinnen, die mit Blick auf die Tabelle und die Niederlagenserie der Vorwoche mit drei wichtigen Punkten im Gepäck die Heimreise antraten. Am nächsten Wochenende gilt es, die geschlossene Teamleistung und gute Chancenausbeute zu wiederholen, hat man doch den bislang ungeschlagenen Tabellenführer, die SpVgg Greuther Fürth, vor der Brust.

Spielbericht: Post SV Nürnberg – SV Segringen

Post SV Nürnberg – SV Segringen
4:2

7. Oktober 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Zum Abschluss der englischen Woche empfing der Post SV Nürnberg den BOL-Rückkehrer SV Segringen am gut bespielbaren A-Platz am heimischen Ebensee. Die Handvoll Zuschauer bekam bei bestem Oktoberwetter eine muntere Partie zu sehen, die ansehnliche Spielzüge, körperbetonte Zweikämpfe wie auch sehenswerte Tore bereithielt.

Die erste Aktion des Spiels gehörte dem Heimteam, das bereits in Minute eins durch eine schöne Flanke von Viola Schmidt vor das gegnerische Tor kam, wo jedoch Margaux Verheecke knapp verpasste. In der folgenden Viertelstunde waren die Gäste aus Segringen stärker am Drücker, agierten sie doch mit vielen langen Bällen und kamen so ein ums andere Mal in Tornähe. Dabei fehlte jedoch oft der letzte Pass oder die mitspielende Post-Torhüterin Jenny Mertz konnte rechtzeitig vorm Strafraum klären. Mit der 20. Spielminute kam die Wende: Ein von Freddy Unruh aus etwa 30 Metern getretener Freistoß landete zunächst in der Mauer, doch Mona Bieberich setzte gedankenschnell nach und brachte einen gefühlvollen Ball aufs Tor, den die gegnerische Torhüterin nur abklatschen ließ, sodass Kapitänin Nadja Fröhlich nur noch zum 1:0 für ihre Farben abstauben musste. Keine zwei Zeigerumdrehungen später fiel auch schon das 2:0, als ein weit getretener Freistoß von der rechten Außenlinie seinen Abnehmer in Margaux Verheecke fand, die mit dem Kopf einnetzte.

Der Post SV war nun klar die bessere Mannschaft und kam auch mehrfach zu aussichtsreichen Gelegenheiten, so beispielsweise in der 30. Spielminute, als Freddy Unruh einen Traumpass auf die rechts durchgelaufene Viola Schmidt durchsteckte, die den Ball jedoch etwas über die Latte setzte. Fünf Minuten später fasste sich schließlich Nicole Winkler ein Herz, als sie einen Abstoß der Gäste etwa auf Höhe der Mittellinie abfing, durch Freund und Feind marschierte und mit einem sehenswerten Schuss vom Sechzehner das 3:0 markierte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wollte es ihr Segringen gleichtun, indem eine Spielerin zielstrebig an allen vorbei in Richtung Tor lief, aus spitzen Winkel jedoch nur den Außenpfosten traf. So ging es in die Pause.

Die Gäste kamen wacher aus der Kabine und erzielten bereits in der 48. Spielminute den Anschlusstreffer zum 3:1. Die eben erst eingewechselte Luisa Härtl wurde im Strafraum nicht ausreichend gestört und hatte damit wenig Probleme, aus etwa sieben Metern einzunetzen. Es gelang den Gästen in der Folgezeit jedoch nicht, den nötigen Druck aufzubauen und zu weiteren Chancen zu gelangen. Es folgten ereignisarme zwanzig Minuten, bis Viola Schmidt in der 72. ein Missverständnis zwischen der Segringer Torhüterin und Abwehrspielerin ausnutzte und mit dem 4:1 wieder den alten, komfortablen Abstand herstellte. Die Gäste hatten sich dennoch keineswegs aufgegeben und witterten nur drei Minuten später wieder Morgenluft, als Kapitänin Christina Liebenstein eine Flanke zum 4:2 vollstreckte. Doch die Nürnbergerinnen ließen nichts mehr anbrennen und spielten die restlichen Minuten bis zum Abpfiff unaufgeregt und souverän runter.

Der Post SV stoppte mit diesem verdienten Sieg den Lauf des Aufsteigers und zog mit dem zweiten Dreier in dieser Saison punktemäßig mit dem SV Segringen gleich. Am kommenden Wochenende soll die Partie beim SC Wernsbach-Weihenzell erneut siegreich gestaltet werden, um sich noch etwas mehr Luft nach unten in der auch in diesem Jahr wieder eng gestaffelten Tabelle zu verschaffen.