Spielbericht: SpVgg Erlangen – Post SV Nürnberg I

SpVgg Erlangen - Post SV Nürnberg I
4:0

09. September 2018
Anstoß: 17:00 Uhr

Am zweiten Spieltag der noch jungen BOL-Saison empfing die SpVgg Erlangen die Frauen des Post SV Nürnberg am heimischen A-Platz. Bei für den September ungewöhnlich warmen Temperaturen sahen die rund 100 Zuschauer eine recht einseitige Partie, die der Landesligaabsteiger entsprechend eindeutig für sich entschied.

Von Anfang an waren die Rollen klar verteilt: Das Heimteam lief unermüdlich an, während sich die Gäste ob der Wetterverhältnisse und ungewöhnlicher Leichtsinnsfehler weitestgehend auf die Verteidigung konzentrieren mussten. So ist die erste Hälfte schnell erzählt: Keinerlei zwingende Chancen für die Nürnbergerinnen standen zahlreiche Angriffe der Erlangerinnen gegenüber. Dass es vergleichsweise lange dauerte, bis das erste Tor fiel, lag in erster Linie daran, dass sich die SpVgg zunächst als nicht besonders treffsicher erwies oder die Schüsse im letzten Moment geblockt oder geklärt werden konnten. In der 38. Spielminute war es dann jedoch soweit: Ein von Franziska Dellert weit getretener Freistoß fand die freistehende Laura Beifuß, die nur noch zum 1:0 Halbzeitstand einzuschieben brauchte.

Beinahe unverändert gestaltete sich das Spiel auch in der zweiten Hälfte. Der Post SV kam zu keiner Zeit wirklich ins Spiel und musste dem Gegner Angriff um Angriff hinterherlaufen. Zwar vergab die Heimmannschaft erneut mehrfach aussichtsreiche Möglichkeiten, präsentierte sich aber dennoch vor allem in Person von Daniela Dahlke treffsicherer als in den ersten 45 Minuten. Die Nummer 9 der Erlanger nutzte die Inkonsequenz aufseiten der Gäste schonungslos aus und erzielte fast im Zehn-Minuten-Takt das 2:0, 3:0 und 4:0 und damit einen lupenreinen Hattrick. Wolle an diesem Tag bei den Nürnbergerinnen ohnehin nichts klappen, waren sie spätestens mit dem Schlusspfiff bedient.

Die Freude aufseiten der Gewinner mit sechs Punkten aus zwei Spielen war verständlicherweise groß, die Enttäuschung bei den Gästen ebenso. Nach einem spielfreien Wochenende gilt es für den Post SV sich dann in zwei Wochen beim SV Sulzkirchen in einer besseren Verfassung zu präsentieren, möchte man nicht von einem Fehlstart sprechen und den zu Saisonbeginn verlorenen Punkten ewig hinterherlaufen.

Spielbericht: Post SV Nürnberg I – TSV Brand

Post SV Nürnberg I - TSV Brand
2 : 2

02. September 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Zum Auftakt der neuen Saison empfing der Post SV die Gäste aus Brand am heimischen Kunstrasen. Und diese Partie war für die rund 30 Zuschauer ein guter Vorgeschmack darauf, dass in der BOL auch dieses Jahr tatsächlich wieder mit allem gerechnet werden muss. Für beide Teams waren es die erwartet schweren 90 Minuten, die weniger von technischer und taktischer Raffinesse lebten als viel mehr von einer kampfbetonten, robusten Spielweise auf beiden Seiten, die den souverän leitenden Schiedsrichter Christian Rechholz jedoch zu keiner Zeit vor größere Probleme stellte.

In der ersten Halbzeit spielten sich die gefährlichen Szenen zuvorderst in der Hälfte der Nürnbergerinnen ab. Bereits in der 2. Spielminute prüften die Gäste Jenny Mertz im Tor des Post SV mit einem strammen Schuss vom Sechzehner, die diesen jedoch gekonnt zur Seite parierte. Die Versuche des Heimteams, am gegnerischen Strafraum für Gefahr zu sorgen, verliefen weitgehend im Sande. Der TSV Brand hingegen kam ein ums andere Mal in aussichtsreicher Position zum Abschluss, scheiterte jedoch abwechselnd am Gebälk, der eigenen Ungenauigkeit oder wie kurz vor dem Halbzeitpfiff an der Zehenspitze der Post-Torhüterin, die im Eins gegen Eins mit einem starken Reflex die Oberhand behielt. Torlos ging es zum Pausentee.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischte der Post SV, der den Ball in der 47. Minute in Gestalt von Berfin Gün aus circa acht Metern nur knapp rechts am Tor vorbeisetzte. Trotz eigenen Freistoßes liefen die Nürnbergerinnen wenig später jedoch in einen Konter, dessen Vollstreckung erneut an Jenny Mertz scheiterte. Mit einer weiteren Glanztat verhinderte der Captain des Heimteams in der 60. Spielminute den Rückstand der eigenen Farben, fünf Minuten später war sie dann aber machtlos: Nach einem Fehlpass im Spielaufbau konnte Brand zu zweit auf das gegnerische Tor stürmen, sodass der Querpass auf Stephanie Barabas durch diese nur noch zum 0:1 in die Maschen geschoben werden musste. Damit schien der Bann gebrochen: Keine sieben Zeigerumdrehungen später versenkte Lena Übel einen Schuss von Halblinks zum 0:2 ins lange Eck. Wer meinte, das Spiel sei damit gelaufen gewesen, der täuschte sich jedoch gewaltig.

Als sich scheinbar jeder mit dem Ergebnis arrangiert hatte, fasste sich in der 89. Spielminute Nina Ruckriegel ein Herz und erzielte von links kommend mit einem Schuss ins lange Eck den Anschlusstreffer. Davon wachgerüttelt bekam das Heimteam sprichwörtlich die zweite Luft und warf noch einmal alles nach vorn. So gelang in der Nachspielzeit aus dem Gewühl heraus infolge einer Ecke wiederum Nina Ruckriegel das vielumjubelte 2:2, das den Post SV zumindest gefühlt einen Punkt gewinnen und den TSV Brand zwei Punkte verlieren ließ.

Die Frage nach der Gerechtigkeit dieses Unentschieden stellt sich gar nicht: Wer trotz einiger Rückschläge und misslungener Aktionen bis zum Schluss einen solchen Kampfgeist an den Tag legt, der darf sich zurecht über diesen Ausgang des Spiels freuen. Nächste Woche reisen die Nürnbergerinnen dann zur nächsten schweren Partie beim Landesligaabsteiger, der SpVgg Erlangen, wobei man sich erhofft, die Wirkung dieses Last-Minute-Erfolgserlebnisses bis dahin konservieren zu können.

Spielbericht

Post SV Nürnberg I – SV Mosbach
1 : 1

26. Mai 2018
Anstoß: 16:00 Uhr

Zum Saisonabschluss fand die zweite Partie in Folge gegen den SV Mosbach auf dem heimischen Rasen statt. Der Klassenerhalt konnte bereits in der vorigen Woche auswärts gesichert werden, der SV Mosbach hätte jedoch noch die Chance auf den Relegationsplatz.
Der Post SV beginnt sehr druckvoll und schnell wird klar, dass das Match kein entspanntes Saisonfinale wird. In der 9. Minute segelt eine Ecke von Julia Harder gefährlich in Richtung der Torlinie und schlägt direkt zum 1:0 ein. Der Druck wird nach dieser frühen Führung weiter verstärkt und es häufen sich die Chancen für die Heimmannschaft. Nach Vorlagen von Freddy Unruh und Mona Bieberich scheitern Michelle Daxenberger und Nina Ruckriegel des Öfteren am Mosbacher Torwart oder der Latte des gegnerischen Tors.
 
Nach der Pause bleiben die Nürnbergerinnen weiterhin am Drücker. Mosbach taucht nur hin und wieder durch einige Konterchancen vor dem heimischen 16ner auf. Dennoch gelingt es den Mädels vom Post SV nicht, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Diese Inkonsequenz wird kurz vor Ende der Partie bestraft. So stößt Mosbach zu einem letzten Konter durch das nürnberger Mittelfeld. Die Heimmannschaft läuft kaum attackierend mit und verhindert somit nicht, dass Mosbach in letzter Minute den Ausgleich zum 1:1 erzielt.
 
Dennoch reicht es für die Gäste nicht, sich den Relegationsplatz zu sichern. Die Nürnbergerinnen hingegen sehen, trotz dieses bitteren Unentschiedens, auf eine durchwachsene Saison mit vielen Verletzungen zurück, in der sich jedoch der Kampfgeist der Spielerinnen durch den Klassenerhalt ausgezahlt hat.

Spielbericht

SV Mosbach – Post SV Nürnberg I
2 : 3

21. Mai 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Bei bestem Fußballwetter erwartete die beiden Teams am stumpfen, aber gut bespielbaren A-Platz in Feuchtwangen ein brisantes Nachholspiel aus der Hinrunde. Bei einem Sieg hätte der SV Mosbach den Post SV noch einmal tief in den Abstiegssumpf ziehen können, um selbst doch noch eine Minimalchance auf den Klassenerhalt oder zumindest den Relegationsplatz zu bewahren.
 
Entsprechend konzentriert gingen beide Mannschaften nach Anpfiff zu Werke, wobei die Gäste zu Beginn mehr vom Spiel hatten, wenngleich das Heimteam präsenter in den Zweikämpfen war. Das erste Tor der Partie fiel bereits in der 11. Spielminute: Mit Übersicht spielte Mona Bieberich einen langen Ball auf Michelle Daxenberger, die allein im Duell mit der Mosbacher Torhüterin im Nachschuss die Oberhand behielt und das 0:1 erzielte. Auch in den folgenden 20 Minuten hielten die Nürnbergerinnen den Druck aufs gegnerische Gehäuse hoch und kamen zu weiteren aussichtsreichen Torgelegenheiten durch Julia Harder, Nina Ruckriegel und Celine Hartmann. Etwa zehn Minuten vor der Halbzeit erstarkte jedoch der SV Mosbach, weil man ich zusehends mehr Raum gewährte. Dennoch war es wiederum der Post SV, der in der 40. Spielminute zum Torerfolg kam: Celine Hartmann steckte den Ball in die Gasse zu Julia Harder, die überlegt zum 0:2 ins lange Eck vollendete. Die einzige und aussichtsreichste Torchance des Heimteams in der ersten Halbzeit folgte zwei Zeigerumdrehungen später, jedoch parierte Jenny Mertz den Kopfball aus kurzer Distanz mit einer starken Reaktion zur Ecke.
 
Aus der Halbzeitpause kam der Post SV der Hitze zum Trotz aktiver zurück und belohnte seine bis dato starke Leistung fünf Minuten nach Wiederanpfiff mit dem 0:3, als erneut Julia Harder einen Traumpass von Luisa Akkus unhaltbar in die kurze Ecke schob. Für die rund 40 Zuschauer sollte die damit eigentlich entschieden geglaubte Partie jedoch nicht langweilig werden, kam der SV Mosbach in Spielminute 60 und 61 mit einem Doppelschlag doch noch einmal gefährlich heran. Beim ersten Torerfolg der Heimmannschaft marschierte Teresa Nagengast durch die komplette Abwehr des Post SV und ließ Jenny Mertz im Tor der Gäste beim Abschluss zum 1:3 keine Chance. Beim Anschlusstreffer war wiederum Schiedsrichter Michael Matthies im Zentrum des Geschehens: Ein Schuss von Alisa Wassermann prallte von der Latte an den Rücken der Post SV Torhüterin und rollte von dort in Richtung Tor, bevor er im Nachfassen ca. einen halben Meter VOR der Linie gesichert werden konnte. Der wohl einzige Akteur auf dem Spielfeld, der den Ball im Tor sah, war der Unparteiische, der mit dieser krassen Fehlentscheidung die Heimmannschaft zurück ins Spiel brachte. Neuen Mut schöpfend war von da an Mosbach das tonangebende Team, auch weil die Gäste die Zweikämpfe nicht mehr richtig annahmen. Für eine kurzzeitige Entlastung sorgte in der 80. Spielminute Berfin Gün, die alleine aufs gegnerische Tor zulaufend an der Mosbacher Torhüterin Sabrina Blank scheiterte. Auf der Gegenseite machte es das Heimteam jedoch nicht viel besser und ließ einige aussichtsreichen Gelegenheiten ungenutzt, sodass es bis zum Abpfiff beim Spielstand von 2:3 blieb.
 
Über die gesamte Partie gesehen war sicherlich der Post SV Nürnberg der verdiente Sieger, auch wenn der SV Mosbach großen Kampfgeist an den Tag legte. Für Erstere ist damit der Klassenerhalt endlich in trockenen Tüchern, Zweitere könnten mit einem Sieg am letzten BOL-Spieltag und zweiten Duell gegen den Post SV innerhalb von fünf Tagen zumindest noch den Relegationsplatz erreichen. Ein leichtes Spiel am Ebensee darf dennoch keines der Teams erwarten.

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TSV Brand – Post SV Nürnberg I
4 : 2

19. Mai 2018
Anstoß: 16:00 Uhr

Im Auswärtsspiel beim TSV Brand sahen die Zuschauer ein von Anfang an umkämpftes Spiel. Post trat stark ersatzgeschwächt an und wollte dennoch das Bestmögliche herausholen. Brand erwischte jedoch den besseren Start durch einen Eckstoß in der 2. Minute. Nur zwei Minuten später erzielte deren Top-Torhägerin Nicole März, die vor zwei Jahren für eine Saison für die Nürnbergerinnen aufgelaufen war, nach einem Fehlpass der Poster Abwehr den Führungstreffer für ihre Farben. Nürnberg steckte jedoch nicht auf und so war es Nina Ruckriegel, die sich in der 22. Minute durchsetzte und eiskalt einnetzte. 
 
In den darauf folgenden Minuten drängte Brand auf ein zweites Tor und gelangte auch zu einigen Chancen durch Standards, die jedoch ihr Ziel verfehlten oder spätestens durch Torhüterin Jenny Mertz entschärft wurden. In der 36. Spielminute landete ein Querpass der Brander Abwehr bei Nina Ruckriegel, die sich gut über außen durchsetzte und aus spitzem Winkel zum 2:1 ins kurze Eck abschloss. 
 
Die Freude über die Führung währte jedoch nur drei Minuten, bis Antonia Hartmann eine Flanke zum Ausgleich verwandelte. 
 
Kurz vor der Pause landete ein Ball von Nina Ruckriegel nach einer Flanke von Sarah Enßlin nur an der Latte. 
 
Die Bestrebung der Nürnbergerinnen nach der Halbzeitpause, das Unentschieden zu halten, wurde bereits in der 48. Minute durch den Führungstreffer von Nicole März nach gutem Zuspiel in die Schnittstelle zunichte gemacht. Anschließend konnte Post zwei Freistöße nicht zu einem Tor ummünzen. Auch ein Schuss von Julia Harder in der 55. Minute nach gutem Zusammenspiel von Celine Hartmann und Hanna Beßler aus rechter Position drehte sich knapp über die Latte. 
 
Bei Post schwanden die Kräfte allmählich und so passierte bis kurz vor Schluss nicht mehr viel. Jedoch waren die Offensivbemühungen um den Ausgleichstreffer durchgehend erkennbar und auch Brand versuchte es stets mit schnellen Kontern und langen hohen Bällen auf die beiden Stürmerinnen. Post hatte in dieser Phase Glück, dass Brand, die die zwingenderen Torchancen hatte, die Bälle neben das Tor setzte.  
 
In der 81. Minute landete ein Abpraller hinter Julia Harder, die aus der Drehung abschloss; die Brander Torhüterin stand jedoch richtig und auch der Nachschuss durch Nina Ruckriegel fand sein Ziel nicht. 
 
Zwei Minuten vor Schluss markierte Nicole März mit ihrem dritten Treffer freistehend aus ca. 15 Metern ins linke obere Eck den Schlusspunkt dieser Partie. 
 
Fazit: Trotz des Rumpfkaders gab jede der Nürnberger Spielerinnen alles, dennoch reichte es gegen gute Brander nicht für einen Punkt. In den beiden letzten Saisonspielen gegen den SV Mosbach muss eine Schippe draufgelegt werden; 3 Punkte sind Pflicht, um nicht noch auf dem Relegationsplatz zu landen, aber 6 Punkte sind natürlich das Ziel, um die Saison zu einem positiven Ende zu führen.

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Post SV Nürnberg I – SV Leerstetten
2 : 0

13. Mai 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Die Nürnbergerinnen nahmen die Euphorie und Motivation des Pokalsiegs mit in das Match gegen den SV Leerstetten und starteten dementsprechend druckvoll und dynamisch in die Partie. Ab den ersten Minuten ergaben sich für den überlegenen Pos SV zahlreiche Torchancen. So kann Michelle Daxenberger nach einem Diagonalball von Freddy Unruh ihren Alleingang aufs Tor nicht belohnen und auch ein weiterer gut platzierter Pass von Viola Schmidt wird von Solveig Böhme nicht verwandelt. In der 17. Minute köpft Nadja Fröhlich nach einer Ecke an die Latte. Die Torchancen häufen sich immer mehr, allerdings gelingt es den Nürnbergerinnen partout nicht, den Ball im Kasten unter zu bringen, seien es noch so gute Gelegenheiten. Angesichts dessen gewinnt Leerstetten im Lauf der ersten Halbzeit etwas mehr Mut und stößt  mit sehr wenigen aber gefährlichen Kontern vor.

 

In der zweiten Halbzeit dann die Erlösung: in der 60. Minute platziert Viola Schmidt eine Ecke von links perfekt im gegnerischen Fünfer, so dass Nadja Fröhlich gekonnt zum 1:0 einköpft. Durch diese Führung wird das aufkeimende Engagement der Leerstettener im Keim erstickt und stattdessen stürmen die Mädels vom Post SV weiter aufs gegnerische Tor. in der 79. Minute sichert Nina Ruckriegel das knappe Ergebnis zum 2:0 ab – nach einem langen Ball von Viola Schmidt spekuliert sie richtig und legt den Gassenball ins lange Eck.

 

Nach vier Minuten Nachspielzeit beendet der Schiedsrichter die Partie auf dem heimischen Rasen und der Post SV nimmt hochverdient die drei Punkte mit, um sich den Abstand zu den Abstiegsrängen zu sichern.

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TSV Lonnerstadt – Post SV Nürnberg I
2 : 0

06. Mai 2018
Anstoß: 13:00 Uhr

Da der Abstand zu den Abstiegsplätzen im Laufe der letzten Wochen durch die anhaltende Negativserie immer kleiner geworden war, musste beim TSV Lonnerstadt endlich wieder ein Dreier in der laufenden Saison her. 
 
Doch die erste Aktion gehörte den Gastgeberinnen: Maj-Britt Groppes Freistoß in der 4. Minute flog genau aufs Tor der Nürnbergerinnen, jedoch genau in die Arme von Torhüterin Jenny Mertz. Zwei Minuten später bekam Lonnerstadt einen Eckstoß zugesprochen. Nadine Geinzer schlug den Ball in die Mitte, Sarah Enßlin versuchte den Ball vor einer Gegenspielerin zu klären und der Ball landete aus dem Getümmel bei Aileen Decke, die diesen aus ca einem Meter volley aus spitzem Winkel neben das Tor schoss. Auf der Gegenseite brachte eine von Solveig Böhme getretene Ecke nichts ein. Nach einer Viertelstunde waren die Hausherrinnen wieder am Zug, doch die Direktabnahme von Sonja Lutz verfehlte seinen Bestimmungsort. 
 
Ansonsten fand das Spielgeschehen in dieser Phase vornehmlich im Mittelfeld statt. Ballstafetten bis vor das gegnerische Tor waren auf beiden Seiten rar gesät. In der 25. Minute  schlug Solveig Böhme erneut einen Eckball für die Nürnbergerinnen in den Strafraum; jedoch kam niemand an den Ball. Eine Minute später prüfte Freddy Unruh die Lonnerstadter Torhüterin. Post kam immer besser ins Spiel, machte jedoch durch die mangelnde Chancenverwertung auch den Gegner wieder stärker. So kam Lonnerstadt nach einer halben Stunde nacheinander zu vier guten Gelegenheiten durch Kathrin Litz und Aileen Decke, doch Torhüterin Jenny Mertz zeigte ihre hervorragenden Reflexe sowohl auf der Linie als auch im Eins gegen Eins und bewahrte ihr Team vor einem Rückstand. 
 
Das Spielgeschehen wurde nun zusehends hektischer, da beide Mannschaften auf den ersten Treffer drängten. Nadja Fröhlich klärte eine Ecke für ihre Farben und auch Berfin Gün kam vor der Pause in ihrem ersten Spiel für Post zu einer Chance, nachdem ein Diagonalpass von Viola Schmidt durch die Lonnerstadter Abwehr rutschte. Auch Celine Hartmann hätte den Post SV vor der Halbzeitpause in Führung bringen können, ihr Flachschuss verfehlte das Tor jedoch knapp. 
 
Es dauerte bis zur 60. Minute, als der TSV in Führung ging: ein Abstoß landete in der Mitte bei Kathrin Litz, die überlegt zum 1:0 für ihre Farben abschloss. Eine Viertelstunde später schlug Freddy Unruh einen Freistoß aus halblinker Position hoch in die Mitte über die Torhüterin hinweg; Michelle Daxenberger verpasste den Ball nur knapp. Zwei Minuten später konnte auch Solveig Böhme eine Riesenchance nach tollem Zuspiel von Viola Schmidt aus 10 Metern nicht zum Ausgleich nutzen. 
In der 82. Minute fiel dann der zweite Treffer für Lonnerstadt, als Aileen Decke einen Pass durch die Schnittstelle erlief und der herauseilenden Jenny Mertz keine Chance ließ. Post drängte nun mit zwei Sturmspitzen auf den Anschlusstreffer, diese Initiative kam jedoch zu spät und es blieb beim 2:0 aus TSV-Sicht. Ärgerlich war ein ausbleibender Pfiff des eher unauffälligen Schiedsrichters Eric Strasser nach einem Handspiel der Lonnerstadter Torfrau nach einem Rückpass einer Mitspielerin. 
 
Insgesamt eine erneute Niederlage für Post trotz einer Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche. Nach dem Pokalfinale am kommenden Donnerstag folgt also ein weiteres "Endspiel" gegen den Tabellenletzten aus Leerstetten, wovor es einer deutlichen Reaktion der Spielerinnen und Verantwortlichen bedarf, um endlich wieder zu punkten. 

Spielbericht

Post SV Nürnberg I – SC Wernsbach-Weihenzell
1 : 2

29. April 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Am 18. Spieltag der BOL empfing der Post SV mit dem bis dato Tabellenvorletzten SC Wernsbach-Weihenzell den erwartet schweren Gegner zum Sechs-Punkte-Spiel, hätte man sich durch einen Sieg doch ein komfortableres Polster zu den unteren Rängen verschafft. Die Temperaturen entsprachen dem Spielverlauf: Eine hitzig geführte Partie, die vor allem von außen zusätzlich und unnötig befeuert wurde und den Schiedsrichter Horst Szeiler ein ums andere Mal ins Zentrum des Geschehens rücken ließ.
 
Von Minute eins an war den Gästen die größere Entschlossenheit anzusehen, dieses Spiel für sich zu entscheiden, während die Nürnbergerinnen die gesamte erste Hälfte zu keiner Zeit ins Spiel fanden. Folgerichtig markierte der SC bereits in der 10. Spielminute den Führungstreffer durch Cathrin Hechelbauer, als die Abwehr des Post SV nicht entscheidend klären konnte und die Nr. 9 der Gäste nur noch im Eins-gegen-Eins einnetzen musste. Ebendiese sorgte auch fünf Zeigerumdrehungen später für gefährliche Aktionen, als zunächst ihr Querpass von Julia Bratz knapp am Gehäuse der Nürnbergerinnen vorbeiging und sie bei einem Konter nach einer Ecke des Post SV gerade noch so gestoppt werden konnte. Nun wurde endlich die Heimmannschaft etwas aktiver und suchte den Abschluss, jedoch vergaben nacheinander Nina Ruckriegel, Hanna Bessler und Solveig Böhme. Während ein Freistoß der Gäste in der 35. Spielminute von Post-Torhüterin Jenny Mertz noch problemlos abgefangen werden konnte, hatte sie fünf Minuten später aus elf Metern das Nachsehen. Tina Jordan verwandelte einen fragwürdigen Strafstoß sicher zum 0:2.
 
Bei diesem Spielstand musste eine Gegenreaktion der Heimmannschaft her und das spiegelte sich auch im Auftreten und der Körpersprache der zweiten Halbzeit. In der Konsequenz gelang der Anschlusstreffer in der 46. Spielminute: Den Querpass von Mona Bieberich von der Grundlinie verpasste zunächst die elfmeterwürdig gestoppte Solveig Böhme, bevor die nachgelaufene Nina Ruckriegel eine Unsicherheit der gegnerischen Torhüterin ausnutzte und den bereits verloren geglaubten Ball über die Torlinie schob. Die Torschützin schien Blut geleckt zu haben und brachte in den folgenden zehn Minuten das Tor der Gäste mit starken Aktionen ein ums andere Mal in große Bedrängnis, ohne sich und ihr Team jedoch belohnen zu können.
 
In der 72. wurde schließlich Solveig Böhme mit einem langen hohen Ball bedient, zielte aber aus etwa 16 Metern über das von Lisa Deppe gehütete Tor. Auch ihr druckvoller Kopfball fünf Meter vor dem Kasten nach traumhafter Flanke von Nadja Fröhlich ging über den Querbalken. Die Partie spielte sich nur noch in der Hälfte des SC Wernsbach-Weihenzell ab, doch auch die Distanzschüsse von Mona Bieberich und Freddy Unruh brachten nicht den erhofften Ausgleich. Die letzten Hoffnungen zerschlugen sich schließlich in der 90. Spielminute, als beim Kopfball von Julia Harder aus Sicht der Gäste nur die Latte rettete.
 
Aufgrund der zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten wäre zumindest ein Unentschieden verdient gewesen, mit Blick auf die Vielzahl vergebener Torchancen schmerzt die Niederlage umso mehr. Den Gästen aus Wernsbach-Weihenzell muss man dennoch Anerkennung zollen: für ihren aufopferungsvollen Kampf und die Effizienz im Abschluss. Für die Frauen des Post SV gilt es hingegen, das Engagement der zweiten Hälfte mit in die nächste Woche zu nehmen und zunächst gegen den SV Losaurach den Einzug ins Finale des Bezirkspokals perfekt zu machen, bevor am Wochenende beim TSV Lonnerstadt die ersten drei Punkte der Rückrunde eingefahren werden sollen.

Spielbericht

SV Sulzkirchen e. V. – Post SV Nürnberg I
1 : 0

21. April 2018
Anstoß: 16:00 Uhr

Der Post SV Nürnberg ging motiviert in die Partie, konnte den Siegeswillen aber von Beginn an nicht spielerisch umsetzen, so dass Sulzkirchen mit mehr Druck startete. Viele Fehlpässe auf der Seite der Nürnberger führten zu einer gehemmten Spielweise, aus der dennoch ein paar Chancen erarbeitet werden konnten. So wurde die erste Möglichkeit durch Solveig Böhme, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen, geblockt. Knapp zehn Minuten später scheiterte auch die zweite Chance, bei der vorherige Schützin Ines Rudel auflegte. Die Gegner konterten daraufhin über die linke Seite. Eine sulzkirchner Spielerin setzte sich durch und erzielt in der 27. Minute das 1:0. Weitere Chancen für Sulzkirchen schließen sich an, die durch die Führung selbstbewusster und aggressiver im Angriffsverhalten agieren. Die Fehlpässe der Gäste häufen sich im Spielaufbau, doch es gelingt den Nürnbergerinnen, sich durch mehrere Fernschüsse die Zeit zu erarbeiten, wieder ins Spiel zu kommen.
 
Die zweite Halbzeit beginnt weiterhin verhalten, in der 47. Minute wird Posts Mannschaftsführerin Ines Rudel gefoult und muss verletzt ausscheiden. Im Verlauf der zweiten 45 Minuten ergeben sich Chancen auf beiden Seiten, die aber aus Sicht des Post SV meist an mangelnder Präzision und Dynamik scheitern. Die Mannschaft scheint angesichts der sommerlichen Temperaturen träge, rückt nicht rechtzeitig nach und lässt dem Gegner so die Chance, immer den ersten Ball zu erreichen. Der Schiedsrichter pfeift trotz einiger längerer verletzungsbedingter Unterbrechungen überpünktlich ab und letzten Endes bleibt es daher beim 1:0 für Sulzkirchen.

Spielbericht

Post SV Nürnberg I – TSV Mörsdorf
0 : 2

15. April 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Bei sommerlichen Wetter war der TSV Mörsdorf zu Gast am Ebensee. Gegen die altbekannten Gäste war es das Ziel, sich für die unglückliche Niederlage in der Hinrunde zu revanchieren und zugleich den ersten Dreier in der Rückrunde einzufahren, auch wenn man auf einige wichtige Spielerinnen verzichten musste. Die Mörsdorferinnen sind für ihr zweikampfstarkes Spiel bekannt, dem man robust, aber fair entgegnen wollte.
 
Bereits in der dritten Spielminute bekam die Heimelf einen Freistoß von links nahe der Eckfahne zugesprochen. Julia Harder führte flach auf Mona Bieberich aus, die den Ball auf Ines Rudel durchließ, deren Schuss aus ca 16 Metern jedoch flach rechts am Tor der Gäste vorbeiging.
Vier Minuten später griffen die Nürnbergerinnen über die rechte Seite an. Michelle Daxenbergers flache Hereingabe konnte jedoch von der Torhüterin der Mörsdorferinnen abgelaufen werden. In der 15. Minute spielte sich die gleiche Situation noch einmal ab, jedoch per Flanke derselben Spielerin.
Auf der Gegenseite geschah bis zur 25. Spielminute nichts Nennswertes. Dann jedoch lief eine Mörsdorferin auf das Tor von Jenny Mertz zu. Diese konnte den Ball zunächst gut abblocken, jedoch schob ihn die mitgelaufene Melissa Medererzum viel umjubelten Führungstreffer ins leere Tor ein.
 
Etwa zehn Zeigerumdrehungen später wurde ein langer Ball auf eine Mörsdorfer Stürmerin zur Ecke geklärt. Diese landete am langen Pfosten bei Julia Halbritter, die sich so vom Ball wegdrehte, dass der Ball von ihrem Oberschenkel zwischen zwei Nürnberger Abwehrspielerinnen und der Torfrau zum 0:2 aus Post-Sicht im Tor landete.
 
Nach der Pause versuchte Post, mit einigen Umstellungen wieder besser ins Spiel zu finden und durch zwingendere Torchancen den Anschlusstreffer zu erzielen. In der 60. Minute landete ein langer Ball bei Mittelstürmerin Solveig Böhme, deren Abschluss rechts am Tor vorbei ging.
Fünf Minuten später segelte ein Ball auf der anderen Seite aus 30 Metern über das Tor.
Wieder fünf Zeigerumdrehungen später legte Solveig Böhme in die Mitte auf Nina Ruckriegel. Auch ihr Abschluss aus 10 Metern zentral vor dem Tor fand nicht seinen Bestimmungsort. In der 72. Minute zirkelte Viola Schmidt einen Freistoß aus 25 Metern auf Freddy Unruh, die direkt in die Arme der Gästetorhüterin köpfte.
Nach einem Fehlpass im Zentrum der Nürnbergerinnen konnte Jenny Mertz einen Torschuss von Melissa Mederer aus 10 Metern klären.
Zwei Minuten später fand auf der anderen Seite ein Angriff über rechts statt. Nina Ruckriegel konnte die Flanke aus 5 Metern jedoch nicht verwerten.
Die letzte Aktion gehörte wiederum den Gästen. Die eingewechselte Anja Bähr schoss jedoch aus ca 35 Metern links am Tor vorbei.
 
Insgesamt eine verdiente Niederlage, die vor allem dem fehlenden unbedingten Willen, das Spiel zu drehen, und den zu ungenauen "letzten Bällen" vor dem Tor geschuldet war. Um sich nun vom Tabellenende etwas abzusetzen, müssen am kommenden Wochenende beim, ebenfalls unangenehmen Gegner, SV Sulzkirchen dringend drei Punkte mitgenommen werden.