Spielbericht: SC Wernsbach-Weihenzell – Post SV Nürnberg

SC Wernsbach-Weihenzell - Post SV Nürnberg
3:2

13. Oktober 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Bei besten äußeren Bedingungen empfing der SC Wernsbach-Weihenzell den Post SV Nürnberg am gut gepflegten heimischen A-Platz. Für beide Teams war es eine wichtige Partie, doch von Beginn an merkte man dem Heimteam die größere Entschlossenheit an. Bereits in Minute vier und sechs kam Wernsbach durch Dana Hübschmann und Eva-Maria Meixner zu guten Chancen, die jedoch beide am Tor vorbeigingen. Die Gäste hingegen wirkten verunsichert, leisteten sich ungewöhnlich viele Fehlpässe und gingen zu unentschlossen in die Zweikämpfe. Die wenigen Gelegenheiten in der ersten Hälfte waren zumeist die Folge cleverer Spieleröffnungen von Freddy Unruh, woraus jedoch wenig gemacht wurde. In der 26. Spielminute war es dann folgerichtig soweit: Ein eigener Abstoß kam postwendend zurück, Wernsbach lief rechts an der Abwehr des Post SV vorbei und vollstreckte in Person von Deborah Müller aus etwa 16 Metern ins lange Eck zur 1:0 Führung. Nachdem in der Folge nichts mehr Nennenswertes passierte, ging es mit diesem Spielstand aus Wernsbacher Sicht verdient in die Pause.

Von der Halbzeitansprache oder dem eigenen Ehrgeiz geweckt, gehörten die ersten Minuten der zweiten Hälfte klar den Nürnbergerinnen. In der 50. Spielminute schoss Viola Schmidt nach einem Freistoß noch knapp über das Tor, eine Zeigerumdrehung später legte sie Nina Ruckriegel durch einen Querpass den Ausgleich zum 1:1 auf, für den diese aus drei Metern nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte. Doch die Heimmannschaft benötigte keine zehn Minuten, um zu ihrem Spiel zurückzufinden. Traf Eva-Maria Meixner den Ball in Minute 60 völlig frei am Sechzehner nicht richtig, so machte es Dana Hübschmann eine Aktion später in der fast identischen Ausgangslage besser und versenkte ihn ins lange Kreuzeck zum 2:1. Um den Schock für die Gäste perfekt zu machen, zirkelte Eva-Maria Meixner kurz darauf einen Freistoß direkt an der Strafraumgrenze über die Mauer hinweg direkt unter die Latte zum 3:1.

Für die letzten zwanzig Spielminuten zeigte der Post SV doch nochmal den bislang vermissten Willen und kam so auch zu einigen aussichtsreichen Gelegenheiten. Zunächst war es Anne Engler, die nach einer Ballstafette über Mona Bieberich und Margaux Verheecke an der Heimtorhüterin scheiterte, wenig später war es der Pfosten, der bei einem Schuss von Nina Ruckriegel rettete. Bei einem von Freddy Unruh getretenen Eckball brachte Rückkehrerin Nadin Sander nicht genug Wucht hinter den Kopfball, der so leichte Beute für Lisa Deppe im Tor des Heimteams war. Letztere rauschte in der 90. Spielminute im Sechszehner mit Nina Ruckriegel zusammen, Sarah Enßlin verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 3:2 Anschlusstreffer. Doch auch die sechs Minuten Nachspielzeit reichten den Gästen nicht mehr, um etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

Die erhofften drei Punkte, um sich weiter vom Tabellenende abzusetzen, blieben damit aus. Im Gegenteil rückt das hintere Drittel durch die Ergebnisse der Konkurrenz nun noch um einiges enger zusammen. In der kommenden Woche erwarten die Frauen des Post SV zwei schwere Derbys gegen die SG Nürnberg/Fürth, am Mittwoch auswärts im Bezirkspokal, am Sonntag zum nächsten BOL-Spieltag am Ebensee.

Spielbericht: Post SV Nürnberg – SV Segringen

Post SV Nürnberg – SV Segringen
4:2

7. Oktober 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Zum Abschluss der englischen Woche empfing der Post SV Nürnberg den BOL-Rückkehrer SV Segringen am gut bespielbaren A-Platz am heimischen Ebensee. Die Handvoll Zuschauer bekam bei bestem Oktoberwetter eine muntere Partie zu sehen, die ansehnliche Spielzüge, körperbetonte Zweikämpfe wie auch sehenswerte Tore bereithielt.

Die erste Aktion des Spiels gehörte dem Heimteam, das bereits in Minute eins durch eine schöne Flanke von Viola Schmidt vor das gegnerische Tor kam, wo jedoch Margaux Verheecke knapp verpasste. In der folgenden Viertelstunde waren die Gäste aus Segringen stärker am Drücker, agierten sie doch mit vielen langen Bällen und kamen so ein ums andere Mal in Tornähe. Dabei fehlte jedoch oft der letzte Pass oder die mitspielende Post-Torhüterin Jenny Mertz konnte rechtzeitig vorm Strafraum klären. Mit der 20. Spielminute kam die Wende: Ein von Freddy Unruh aus etwa 30 Metern getretener Freistoß landete zunächst in der Mauer, doch Mona Bieberich setzte gedankenschnell nach und brachte einen gefühlvollen Ball aufs Tor, den die gegnerische Torhüterin nur abklatschen ließ, sodass Kapitänin Nadja Fröhlich nur noch zum 1:0 für ihre Farben abstauben musste. Keine zwei Zeigerumdrehungen später fiel auch schon das 2:0, als ein weit getretener Freistoß von der rechten Außenlinie seinen Abnehmer in Margaux Verheecke fand, die mit dem Kopf einnetzte.

Der Post SV war nun klar die bessere Mannschaft und kam auch mehrfach zu aussichtsreichen Gelegenheiten, so beispielsweise in der 30. Spielminute, als Freddy Unruh einen Traumpass auf die rechts durchgelaufene Viola Schmidt durchsteckte, die den Ball jedoch etwas über die Latte setzte. Fünf Minuten später fasste sich schließlich Nicole Winkler ein Herz, als sie einen Abstoß der Gäste etwa auf Höhe der Mittellinie abfing, durch Freund und Feind marschierte und mit einem sehenswerten Schuss vom Sechzehner das 3:0 markierte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wollte es ihr Segringen gleichtun, indem eine Spielerin zielstrebig an allen vorbei in Richtung Tor lief, aus spitzen Winkel jedoch nur den Außenpfosten traf. So ging es in die Pause.

Die Gäste kamen wacher aus der Kabine und erzielten bereits in der 48. Spielminute den Anschlusstreffer zum 3:1. Die eben erst eingewechselte Luisa Härtl wurde im Strafraum nicht ausreichend gestört und hatte damit wenig Probleme, aus etwa sieben Metern einzunetzen. Es gelang den Gästen in der Folgezeit jedoch nicht, den nötigen Druck aufzubauen und zu weiteren Chancen zu gelangen. Es folgten ereignisarme zwanzig Minuten, bis Viola Schmidt in der 72. ein Missverständnis zwischen der Segringer Torhüterin und Abwehrspielerin ausnutzte und mit dem 4:1 wieder den alten, komfortablen Abstand herstellte. Die Gäste hatten sich dennoch keineswegs aufgegeben und witterten nur drei Minuten später wieder Morgenluft, als Kapitänin Christina Liebenstein eine Flanke zum 4:2 vollstreckte. Doch die Nürnbergerinnen ließen nichts mehr anbrennen und spielten die restlichen Minuten bis zum Abpfiff unaufgeregt und souverän runter.

Der Post SV stoppte mit diesem verdienten Sieg den Lauf des Aufsteigers und zog mit dem zweiten Dreier in dieser Saison punktemäßig mit dem SV Segringen gleich. Am kommenden Wochenende soll die Partie beim SC Wernsbach-Weihenzell erneut siegreich gestaltet werden, um sich noch etwas mehr Luft nach unten in der auch in diesem Jahr wieder eng gestaffelten Tabelle zu verschaffen.

Spielbericht: Post SV Nürnberg I – 1. FC Nürnberg III

Post SV Nürnberg I – 1. FC Nürnberg III
2:2

29. September 2018
Anstoß: 18:00 Uhr

Der Post SV startet überlegen in die erste Halbzeit beim lokalen Konkurrenten und stellt gleich in der 5. Minute bei einer Eckensituation unter Beweis, dass der Wille da ist, das Match zu gewinnen. In der 12. Minute macht Nina Ruckriegel nach einer Vorlage von Celine Hartmann Nägel mit Köpfen und netzt zum 1:0 ein. Der weitere Verlauf der ersten Hälfte ist geprägt von starken Aktionen der Mädels des Post SV, die jedoch nichts am Ergebnis ändern. Scheinbar kurz gestärkt beginnt der FCN dann die zweite Hälfte und es kommt, wie es kommen musste: der Ausgleich fällt in der 60. Minute. Im Anschluss schlägt die Überlegenheit des Post SV aber wieder durch und Natalie Ullmann fasst sich ein Herz, um ihr Team in der 75. Minute zum 1:2 in Führung zu bringen. Zahlreiche Torchancen der Gäste, die im Großen und Ganzen eine wesentlich überzeugendere Leistung zeigten als ihre Gegnerinnen, blieben leider ungenutzt. Da dies im Fußball meist nicht ungestraft bleibt, kassierten die Post SV-Damen den Ausgleich in der 85. Minute und mussten sich unzufrieden mit einem Remis verabschieden.

Spielbericht: SV Sulzkirchen – Post SV Nürnberg I

SV Sulzkirchen – Post SV Nürnberg I
2:3

23. September 2018
Anstoß: 16:00 Uhr

Nach der Niederlage in der letzten Partie startet der Post SV verhalten in das neue Match. Die Bälle werden zu Beginn ohne großen Drang zum gegnerischen Tor hin und her gepasst, der SV Sulzkirchen steht sehr tief und erschwert dadurch schnelle Vorstöße. Dennoch gelingt es den Nürnbergerinnen, sich durchzukämpfen. In der neunten Minute scheitert eine starke Aktion von Berfin Gün am Torwart. Den Abpraller nutzt Mona Bieberich und netzt zum 1:0 links oben ein.

Im weiteren Spielverlauf ist der Post SV überlegen, doch trotz des hohen Ballbesitzes ergeben sich torgefährliche Situationen für den Gegner, da auf eigener Seite viele Chancen ungenutzt bleiben. In der 41. Minute zieht Sulzkirchen die Konsequenz und gleicht mit einem Kopfballtor zum 1:1 aus.

Zehn Minuten nach der Pause setzen die Gastgeber noch eine Schippe darauf und gehen mit einem 2:1 in Führung. Jetzt ist es der Torfrau des Post SV zu verdanken, die sich in einer 1:1-Situation bewährt und so die Nürnbergerinnen nicht noch um ein Tor mehr in Rückstand geraten. Im Verlauf der zweiten Halbzeit kristallisiert sich heraus, dass den Gegnerinnen die Kräfte schwinden und der Post SV wieder Druck aufbauen kann. Dieser Kampfgeist wird in der 70. Minute belohnt, als Berfin Gün sich ein Herz fasst und zum 2:2 ausgleicht.

Außer Atem gelingt es Sulzkirchen nicht, sich weiter zur Wehr zu setzen. Nach einer hervorragenden Balleroberung im Mittelfeld von Natalie Ullmann, erzielt Friederike Unruh das 2:3 und dreht damit das Spiel und besiegelt in der 87. Minute den ersten Saisonsieg für die Nürnbergerinnen.

Spielbericht: SpVgg Erlangen – Post SV Nürnberg I

SpVgg Erlangen - Post SV Nürnberg I
4:0

09. September 2018
Anstoß: 17:00 Uhr

Am zweiten Spieltag der noch jungen BOL-Saison empfing die SpVgg Erlangen die Frauen des Post SV Nürnberg am heimischen A-Platz. Bei für den September ungewöhnlich warmen Temperaturen sahen die rund 100 Zuschauer eine recht einseitige Partie, die der Landesligaabsteiger entsprechend eindeutig für sich entschied.

Von Anfang an waren die Rollen klar verteilt: Das Heimteam lief unermüdlich an, während sich die Gäste ob der Wetterverhältnisse und ungewöhnlicher Leichtsinnsfehler weitestgehend auf die Verteidigung konzentrieren mussten. So ist die erste Hälfte schnell erzählt: Keinerlei zwingende Chancen für die Nürnbergerinnen standen zahlreiche Angriffe der Erlangerinnen gegenüber. Dass es vergleichsweise lange dauerte, bis das erste Tor fiel, lag in erster Linie daran, dass sich die SpVgg zunächst als nicht besonders treffsicher erwies oder die Schüsse im letzten Moment geblockt oder geklärt werden konnten. In der 38. Spielminute war es dann jedoch soweit: Ein von Franziska Dellert weit getretener Freistoß fand die freistehende Laura Beifuß, die nur noch zum 1:0 Halbzeitstand einzuschieben brauchte.

Beinahe unverändert gestaltete sich das Spiel auch in der zweiten Hälfte. Der Post SV kam zu keiner Zeit wirklich ins Spiel und musste dem Gegner Angriff um Angriff hinterherlaufen. Zwar vergab die Heimmannschaft erneut mehrfach aussichtsreiche Möglichkeiten, präsentierte sich aber dennoch vor allem in Person von Daniela Dahlke treffsicherer als in den ersten 45 Minuten. Die Nummer 9 der Erlanger nutzte die Inkonsequenz aufseiten der Gäste schonungslos aus und erzielte fast im Zehn-Minuten-Takt das 2:0, 3:0 und 4:0 und damit einen lupenreinen Hattrick. Wolle an diesem Tag bei den Nürnbergerinnen ohnehin nichts klappen, waren sie spätestens mit dem Schlusspfiff bedient.

Die Freude aufseiten der Gewinner mit sechs Punkten aus zwei Spielen war verständlicherweise groß, die Enttäuschung bei den Gästen ebenso. Nach einem spielfreien Wochenende gilt es für den Post SV sich dann in zwei Wochen beim SV Sulzkirchen in einer besseren Verfassung zu präsentieren, möchte man nicht von einem Fehlstart sprechen und den zu Saisonbeginn verlorenen Punkten ewig hinterherlaufen.

Spielbericht: Post SV Nürnberg I – TSV Brand

Post SV Nürnberg I - TSV Brand
2 : 2

02. September 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Zum Auftakt der neuen Saison empfing der Post SV die Gäste aus Brand am heimischen Kunstrasen. Und diese Partie war für die rund 30 Zuschauer ein guter Vorgeschmack darauf, dass in der BOL auch dieses Jahr tatsächlich wieder mit allem gerechnet werden muss. Für beide Teams waren es die erwartet schweren 90 Minuten, die weniger von technischer und taktischer Raffinesse lebten als viel mehr von einer kampfbetonten, robusten Spielweise auf beiden Seiten, die den souverän leitenden Schiedsrichter Christian Rechholz jedoch zu keiner Zeit vor größere Probleme stellte.

In der ersten Halbzeit spielten sich die gefährlichen Szenen zuvorderst in der Hälfte der Nürnbergerinnen ab. Bereits in der 2. Spielminute prüften die Gäste Jenny Mertz im Tor des Post SV mit einem strammen Schuss vom Sechzehner, die diesen jedoch gekonnt zur Seite parierte. Die Versuche des Heimteams, am gegnerischen Strafraum für Gefahr zu sorgen, verliefen weitgehend im Sande. Der TSV Brand hingegen kam ein ums andere Mal in aussichtsreicher Position zum Abschluss, scheiterte jedoch abwechselnd am Gebälk, der eigenen Ungenauigkeit oder wie kurz vor dem Halbzeitpfiff an der Zehenspitze der Post-Torhüterin, die im Eins gegen Eins mit einem starken Reflex die Oberhand behielt. Torlos ging es zum Pausentee.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischte der Post SV, der den Ball in der 47. Minute in Gestalt von Berfin Gün aus circa acht Metern nur knapp rechts am Tor vorbeisetzte. Trotz eigenen Freistoßes liefen die Nürnbergerinnen wenig später jedoch in einen Konter, dessen Vollstreckung erneut an Jenny Mertz scheiterte. Mit einer weiteren Glanztat verhinderte der Captain des Heimteams in der 60. Spielminute den Rückstand der eigenen Farben, fünf Minuten später war sie dann aber machtlos: Nach einem Fehlpass im Spielaufbau konnte Brand zu zweit auf das gegnerische Tor stürmen, sodass der Querpass auf Stephanie Barabas durch diese nur noch zum 0:1 in die Maschen geschoben werden musste. Damit schien der Bann gebrochen: Keine sieben Zeigerumdrehungen später versenkte Lena Übel einen Schuss von Halblinks zum 0:2 ins lange Eck. Wer meinte, das Spiel sei damit gelaufen gewesen, der täuschte sich jedoch gewaltig.

Als sich scheinbar jeder mit dem Ergebnis arrangiert hatte, fasste sich in der 89. Spielminute Nina Ruckriegel ein Herz und erzielte von links kommend mit einem Schuss ins lange Eck den Anschlusstreffer. Davon wachgerüttelt bekam das Heimteam sprichwörtlich die zweite Luft und warf noch einmal alles nach vorn. So gelang in der Nachspielzeit aus dem Gewühl heraus infolge einer Ecke wiederum Nina Ruckriegel das vielumjubelte 2:2, das den Post SV zumindest gefühlt einen Punkt gewinnen und den TSV Brand zwei Punkte verlieren ließ.

Die Frage nach der Gerechtigkeit dieses Unentschieden stellt sich gar nicht: Wer trotz einiger Rückschläge und misslungener Aktionen bis zum Schluss einen solchen Kampfgeist an den Tag legt, der darf sich zurecht über diesen Ausgang des Spiels freuen. Nächste Woche reisen die Nürnbergerinnen dann zur nächsten schweren Partie beim Landesligaabsteiger, der SpVgg Erlangen, wobei man sich erhofft, die Wirkung dieses Last-Minute-Erfolgserlebnisses bis dahin konservieren zu können.

Spielbericht

Post SV Nürnberg I – SV Mosbach
1 : 1

26. Mai 2018
Anstoß: 16:00 Uhr

Zum Saisonabschluss fand die zweite Partie in Folge gegen den SV Mosbach auf dem heimischen Rasen statt. Der Klassenerhalt konnte bereits in der vorigen Woche auswärts gesichert werden, der SV Mosbach hätte jedoch noch die Chance auf den Relegationsplatz.
Der Post SV beginnt sehr druckvoll und schnell wird klar, dass das Match kein entspanntes Saisonfinale wird. In der 9. Minute segelt eine Ecke von Julia Harder gefährlich in Richtung der Torlinie und schlägt direkt zum 1:0 ein. Der Druck wird nach dieser frühen Führung weiter verstärkt und es häufen sich die Chancen für die Heimmannschaft. Nach Vorlagen von Freddy Unruh und Mona Bieberich scheitern Michelle Daxenberger und Nina Ruckriegel des Öfteren am Mosbacher Torwart oder der Latte des gegnerischen Tors.
 
Nach der Pause bleiben die Nürnbergerinnen weiterhin am Drücker. Mosbach taucht nur hin und wieder durch einige Konterchancen vor dem heimischen 16ner auf. Dennoch gelingt es den Mädels vom Post SV nicht, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Diese Inkonsequenz wird kurz vor Ende der Partie bestraft. So stößt Mosbach zu einem letzten Konter durch das nürnberger Mittelfeld. Die Heimmannschaft läuft kaum attackierend mit und verhindert somit nicht, dass Mosbach in letzter Minute den Ausgleich zum 1:1 erzielt.
 
Dennoch reicht es für die Gäste nicht, sich den Relegationsplatz zu sichern. Die Nürnbergerinnen hingegen sehen, trotz dieses bitteren Unentschiedens, auf eine durchwachsene Saison mit vielen Verletzungen zurück, in der sich jedoch der Kampfgeist der Spielerinnen durch den Klassenerhalt ausgezahlt hat.

Spielbericht

SV Mosbach – Post SV Nürnberg I
2 : 3

21. Mai 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Bei bestem Fußballwetter erwartete die beiden Teams am stumpfen, aber gut bespielbaren A-Platz in Feuchtwangen ein brisantes Nachholspiel aus der Hinrunde. Bei einem Sieg hätte der SV Mosbach den Post SV noch einmal tief in den Abstiegssumpf ziehen können, um selbst doch noch eine Minimalchance auf den Klassenerhalt oder zumindest den Relegationsplatz zu bewahren.
 
Entsprechend konzentriert gingen beide Mannschaften nach Anpfiff zu Werke, wobei die Gäste zu Beginn mehr vom Spiel hatten, wenngleich das Heimteam präsenter in den Zweikämpfen war. Das erste Tor der Partie fiel bereits in der 11. Spielminute: Mit Übersicht spielte Mona Bieberich einen langen Ball auf Michelle Daxenberger, die allein im Duell mit der Mosbacher Torhüterin im Nachschuss die Oberhand behielt und das 0:1 erzielte. Auch in den folgenden 20 Minuten hielten die Nürnbergerinnen den Druck aufs gegnerische Gehäuse hoch und kamen zu weiteren aussichtsreichen Torgelegenheiten durch Julia Harder, Nina Ruckriegel und Celine Hartmann. Etwa zehn Minuten vor der Halbzeit erstarkte jedoch der SV Mosbach, weil man ich zusehends mehr Raum gewährte. Dennoch war es wiederum der Post SV, der in der 40. Spielminute zum Torerfolg kam: Celine Hartmann steckte den Ball in die Gasse zu Julia Harder, die überlegt zum 0:2 ins lange Eck vollendete. Die einzige und aussichtsreichste Torchance des Heimteams in der ersten Halbzeit folgte zwei Zeigerumdrehungen später, jedoch parierte Jenny Mertz den Kopfball aus kurzer Distanz mit einer starken Reaktion zur Ecke.
 
Aus der Halbzeitpause kam der Post SV der Hitze zum Trotz aktiver zurück und belohnte seine bis dato starke Leistung fünf Minuten nach Wiederanpfiff mit dem 0:3, als erneut Julia Harder einen Traumpass von Luisa Akkus unhaltbar in die kurze Ecke schob. Für die rund 40 Zuschauer sollte die damit eigentlich entschieden geglaubte Partie jedoch nicht langweilig werden, kam der SV Mosbach in Spielminute 60 und 61 mit einem Doppelschlag doch noch einmal gefährlich heran. Beim ersten Torerfolg der Heimmannschaft marschierte Teresa Nagengast durch die komplette Abwehr des Post SV und ließ Jenny Mertz im Tor der Gäste beim Abschluss zum 1:3 keine Chance. Beim Anschlusstreffer war wiederum Schiedsrichter Michael Matthies im Zentrum des Geschehens: Ein Schuss von Alisa Wassermann prallte von der Latte an den Rücken der Post SV Torhüterin und rollte von dort in Richtung Tor, bevor er im Nachfassen ca. einen halben Meter VOR der Linie gesichert werden konnte. Der wohl einzige Akteur auf dem Spielfeld, der den Ball im Tor sah, war der Unparteiische, der mit dieser krassen Fehlentscheidung die Heimmannschaft zurück ins Spiel brachte. Neuen Mut schöpfend war von da an Mosbach das tonangebende Team, auch weil die Gäste die Zweikämpfe nicht mehr richtig annahmen. Für eine kurzzeitige Entlastung sorgte in der 80. Spielminute Berfin Gün, die alleine aufs gegnerische Tor zulaufend an der Mosbacher Torhüterin Sabrina Blank scheiterte. Auf der Gegenseite machte es das Heimteam jedoch nicht viel besser und ließ einige aussichtsreichen Gelegenheiten ungenutzt, sodass es bis zum Abpfiff beim Spielstand von 2:3 blieb.
 
Über die gesamte Partie gesehen war sicherlich der Post SV Nürnberg der verdiente Sieger, auch wenn der SV Mosbach großen Kampfgeist an den Tag legte. Für Erstere ist damit der Klassenerhalt endlich in trockenen Tüchern, Zweitere könnten mit einem Sieg am letzten BOL-Spieltag und zweiten Duell gegen den Post SV innerhalb von fünf Tagen zumindest noch den Relegationsplatz erreichen. Ein leichtes Spiel am Ebensee darf dennoch keines der Teams erwarten.

Spielbericht

TSV Brand – Post SV Nürnberg I
4 : 2

19. Mai 2018
Anstoß: 16:00 Uhr

Im Auswärtsspiel beim TSV Brand sahen die Zuschauer ein von Anfang an umkämpftes Spiel. Post trat stark ersatzgeschwächt an und wollte dennoch das Bestmögliche herausholen. Brand erwischte jedoch den besseren Start durch einen Eckstoß in der 2. Minute. Nur zwei Minuten später erzielte deren Top-Torhägerin Nicole März, die vor zwei Jahren für eine Saison für die Nürnbergerinnen aufgelaufen war, nach einem Fehlpass der Poster Abwehr den Führungstreffer für ihre Farben. Nürnberg steckte jedoch nicht auf und so war es Nina Ruckriegel, die sich in der 22. Minute durchsetzte und eiskalt einnetzte. 
 
In den darauf folgenden Minuten drängte Brand auf ein zweites Tor und gelangte auch zu einigen Chancen durch Standards, die jedoch ihr Ziel verfehlten oder spätestens durch Torhüterin Jenny Mertz entschärft wurden. In der 36. Spielminute landete ein Querpass der Brander Abwehr bei Nina Ruckriegel, die sich gut über außen durchsetzte und aus spitzem Winkel zum 2:1 ins kurze Eck abschloss. 
 
Die Freude über die Führung währte jedoch nur drei Minuten, bis Antonia Hartmann eine Flanke zum Ausgleich verwandelte. 
 
Kurz vor der Pause landete ein Ball von Nina Ruckriegel nach einer Flanke von Sarah Enßlin nur an der Latte. 
 
Die Bestrebung der Nürnbergerinnen nach der Halbzeitpause, das Unentschieden zu halten, wurde bereits in der 48. Minute durch den Führungstreffer von Nicole März nach gutem Zuspiel in die Schnittstelle zunichte gemacht. Anschließend konnte Post zwei Freistöße nicht zu einem Tor ummünzen. Auch ein Schuss von Julia Harder in der 55. Minute nach gutem Zusammenspiel von Celine Hartmann und Hanna Beßler aus rechter Position drehte sich knapp über die Latte. 
 
Bei Post schwanden die Kräfte allmählich und so passierte bis kurz vor Schluss nicht mehr viel. Jedoch waren die Offensivbemühungen um den Ausgleichstreffer durchgehend erkennbar und auch Brand versuchte es stets mit schnellen Kontern und langen hohen Bällen auf die beiden Stürmerinnen. Post hatte in dieser Phase Glück, dass Brand, die die zwingenderen Torchancen hatte, die Bälle neben das Tor setzte.  
 
In der 81. Minute landete ein Abpraller hinter Julia Harder, die aus der Drehung abschloss; die Brander Torhüterin stand jedoch richtig und auch der Nachschuss durch Nina Ruckriegel fand sein Ziel nicht. 
 
Zwei Minuten vor Schluss markierte Nicole März mit ihrem dritten Treffer freistehend aus ca. 15 Metern ins linke obere Eck den Schlusspunkt dieser Partie. 
 
Fazit: Trotz des Rumpfkaders gab jede der Nürnberger Spielerinnen alles, dennoch reichte es gegen gute Brander nicht für einen Punkt. In den beiden letzten Saisonspielen gegen den SV Mosbach muss eine Schippe draufgelegt werden; 3 Punkte sind Pflicht, um nicht noch auf dem Relegationsplatz zu landen, aber 6 Punkte sind natürlich das Ziel, um die Saison zu einem positiven Ende zu führen.

Spielbericht

Post SV Nürnberg I – SV Leerstetten
2 : 0

13. Mai 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Die Nürnbergerinnen nahmen die Euphorie und Motivation des Pokalsiegs mit in das Match gegen den SV Leerstetten und starteten dementsprechend druckvoll und dynamisch in die Partie. Ab den ersten Minuten ergaben sich für den überlegenen Pos SV zahlreiche Torchancen. So kann Michelle Daxenberger nach einem Diagonalball von Freddy Unruh ihren Alleingang aufs Tor nicht belohnen und auch ein weiterer gut platzierter Pass von Viola Schmidt wird von Solveig Böhme nicht verwandelt. In der 17. Minute köpft Nadja Fröhlich nach einer Ecke an die Latte. Die Torchancen häufen sich immer mehr, allerdings gelingt es den Nürnbergerinnen partout nicht, den Ball im Kasten unter zu bringen, seien es noch so gute Gelegenheiten. Angesichts dessen gewinnt Leerstetten im Lauf der ersten Halbzeit etwas mehr Mut und stößt  mit sehr wenigen aber gefährlichen Kontern vor.

 

In der zweiten Halbzeit dann die Erlösung: in der 60. Minute platziert Viola Schmidt eine Ecke von links perfekt im gegnerischen Fünfer, so dass Nadja Fröhlich gekonnt zum 1:0 einköpft. Durch diese Führung wird das aufkeimende Engagement der Leerstettener im Keim erstickt und stattdessen stürmen die Mädels vom Post SV weiter aufs gegnerische Tor. in der 79. Minute sichert Nina Ruckriegel das knappe Ergebnis zum 2:0 ab – nach einem langen Ball von Viola Schmidt spekuliert sie richtig und legt den Gassenball ins lange Eck.

 

Nach vier Minuten Nachspielzeit beendet der Schiedsrichter die Partie auf dem heimischen Rasen und der Post SV nimmt hochverdient die drei Punkte mit, um sich den Abstand zu den Abstiegsrängen zu sichern.