Spielbericht: SC Wernsbach-Weihenzell – Post SV Nürnberg

SC Wernsbach-Weihenzell - Post SV Nürnberg
3:2

13. Oktober 2018
Anstoß: 15:00 Uhr

Bei besten äußeren Bedingungen empfing der SC Wernsbach-Weihenzell den Post SV Nürnberg am gut gepflegten heimischen A-Platz. Für beide Teams war es eine wichtige Partie, doch von Beginn an merkte man dem Heimteam die größere Entschlossenheit an. Bereits in Minute vier und sechs kam Wernsbach durch Dana Hübschmann und Eva-Maria Meixner zu guten Chancen, die jedoch beide am Tor vorbeigingen. Die Gäste hingegen wirkten verunsichert, leisteten sich ungewöhnlich viele Fehlpässe und gingen zu unentschlossen in die Zweikämpfe. Die wenigen Gelegenheiten in der ersten Hälfte waren zumeist die Folge cleverer Spieleröffnungen von Freddy Unruh, woraus jedoch wenig gemacht wurde. In der 26. Spielminute war es dann folgerichtig soweit: Ein eigener Abstoß kam postwendend zurück, Wernsbach lief rechts an der Abwehr des Post SV vorbei und vollstreckte in Person von Deborah Müller aus etwa 16 Metern ins lange Eck zur 1:0 Führung. Nachdem in der Folge nichts mehr Nennenswertes passierte, ging es mit diesem Spielstand aus Wernsbacher Sicht verdient in die Pause.

Von der Halbzeitansprache oder dem eigenen Ehrgeiz geweckt, gehörten die ersten Minuten der zweiten Hälfte klar den Nürnbergerinnen. In der 50. Spielminute schoss Viola Schmidt nach einem Freistoß noch knapp über das Tor, eine Zeigerumdrehung später legte sie Nina Ruckriegel durch einen Querpass den Ausgleich zum 1:1 auf, für den diese aus drei Metern nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte. Doch die Heimmannschaft benötigte keine zehn Minuten, um zu ihrem Spiel zurückzufinden. Traf Eva-Maria Meixner den Ball in Minute 60 völlig frei am Sechzehner nicht richtig, so machte es Dana Hübschmann eine Aktion später in der fast identischen Ausgangslage besser und versenkte ihn ins lange Kreuzeck zum 2:1. Um den Schock für die Gäste perfekt zu machen, zirkelte Eva-Maria Meixner kurz darauf einen Freistoß direkt an der Strafraumgrenze über die Mauer hinweg direkt unter die Latte zum 3:1.

Für die letzten zwanzig Spielminuten zeigte der Post SV doch nochmal den bislang vermissten Willen und kam so auch zu einigen aussichtsreichen Gelegenheiten. Zunächst war es Anne Engler, die nach einer Ballstafette über Mona Bieberich und Margaux Verheecke an der Heimtorhüterin scheiterte, wenig später war es der Pfosten, der bei einem Schuss von Nina Ruckriegel rettete. Bei einem von Freddy Unruh getretenen Eckball brachte Rückkehrerin Nadin Sander nicht genug Wucht hinter den Kopfball, der so leichte Beute für Lisa Deppe im Tor des Heimteams war. Letztere rauschte in der 90. Spielminute im Sechszehner mit Nina Ruckriegel zusammen, Sarah Enßlin verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 3:2 Anschlusstreffer. Doch auch die sechs Minuten Nachspielzeit reichten den Gästen nicht mehr, um etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

Die erhofften drei Punkte, um sich weiter vom Tabellenende abzusetzen, blieben damit aus. Im Gegenteil rückt das hintere Drittel durch die Ergebnisse der Konkurrenz nun noch um einiges enger zusammen. In der kommenden Woche erwarten die Frauen des Post SV zwei schwere Derbys gegen die SG Nürnberg/Fürth, am Mittwoch auswärts im Bezirkspokal, am Sonntag zum nächsten BOL-Spieltag am Ebensee.