Spielbericht

Post SV Nürnberg I – SpVgg Greuther Fürth II
2 : 0

23. September 2017
Anstoß: 15:00 Uhr

Nach einem mit zwei Niederlagen nicht nur im Angesicht der eigenen Erwartungen miserablen Start wollten die Post SV Fußballfrauen am Samstag im Derby gegen die U23 der SpVgg Greuther Fürth gleich von Beginn an zeigen, wer der Herr im Haus ist und damit die ersten Punkte der Saison einfahren.

Entsprechend fulminant starteten die Nürnbergerinnen vor knapp 50 Zuschauern am heimischen A-Platz am Ebensee und erzielten das erste Tor der Partie bereits in Spielminute eins. Nach einem Einwurf setzte sich Chris Wollner gekonnt durch und legte den Ball ab auf Nina Ruckriegel, die mit einem Querpass die weit aufgerückte Nicole Winkler bediente, welche wiederum mustergültig und unhaltbar in den linken Torwinkel abschloss. Die erste Viertelstunde des Spiels gehörte klar den Postlerinnen, doch trotz einiger Torchancen aus dem Spiel heraus wie auch durch Standards konnte das druckvolle Spiel bis zur Pause nicht entscheidend aufrecht erhalten werden. Zu oft gingen Zweikämpfe verloren, zu groß gestalteten sich die Löcher im Mittelfeld.

 

War es den jungen Fürtherinnen in der ersten Spielhälfte noch kaum gelungen, sich dem gegnerischen Tor gefährlich zu nähern, brannte es etwa zehn Minuten nach Wiederanpfiff durch den unauffällig, aber souverän leitenden Schiedsrichter Felix Schultes lichterloh. So zwangen die Gäste Post-Torhüterin Jenny Mertz zu einer Glanztat, als diese einen beinahe ansatzlosen und verdeckten Drehschuss vom Sechszehner zur Ecke lenken musste. Noch einmal zehn Zeigerumdrehungen später setzte Greuther eine aussichtsreiche Chance neben den Pfosten, beinahe im Gegenzug testete Freddy Unruh mit einem Freistoß aus 30m die gegnerische Keeperin sowie das Aluminium, welche in Koproduktion aus Sicht der SpVgg zur Ecke retteten. Diese brachte Mona Bieberich gefährlich in den Strafraum, den Kopfball von Freddy Unruh konnte Katja Hagemann jedoch nicht entscheidend verwerten.

Auf beiden Seiten ergaben sich in der Folge einige Kontergelegenheiten, die aber für keinen etwas Zählbares einbrachten. In der 70. Minute war es dann Viola Schmidt, die nach einem Pass von Mona Bieberich für Freund und Feind überraschend auf links durchgelaufen war und mit dem 2:0 die Aspirationen der Heimmannschaft zu unterstreichen wusste. Trotz eines Doppelwechsels zur Stärkung der Offensive kamen die Gäste nicht mehr entscheidend vors Tor; im Gegenteil gehörten die gefährlichen Aktionen in den letzten zehn Minuten dem Post SV, der in Gestalt von Jenny Hallmann und Nina Ruckriegel nach starker kämpferischer Leistung jedoch zweimal vergab.

Letztlich bliebt es also beim verdienten Heimsieg, der sich dem kompakten Defensivverband um Kapitän Nadja Fröhlich gleichermaßen verdankt wie einer insgesamt geschlossenen Leistung der Mannschaft, die sich durch bessere Absprache in der zweiten Hälfte als das organsiertere Team erwies. Dieses Positiverlebnis noch dazu ohne Gegentor will man sich nun konservieren, um eine Woche später in Mörsdorf auch auf fremden Rasen erneut jubeln zu können.