Spielbericht

Post SV Nürnberg I – FV Obereichstätt
1 : 1

10. April 2016
Anstoß: 15:00 Uhr

Im zweiten Heimspiel der Rückrunde empfing der nahezu vollzählige Post SV den direkten Tabellennachbarn und Schlusslicht, den FV Obereichstätt, am Ebensee. Nun wollte man, aufbauend auf dem Teilerfolg letzte Woche, drei Punkte einfahren, um sich ein wenig vom Tabellenende abzusetzen.

Entsprechend couragiert begann das Spiel in der 8. Minute mit einem Querpass von "Kalti" Kaltenhäuser auf Julia Harder, die jedoch statt selbst abzuschließen nochmals nach außen prallen ließ und eine Abwehrspielerin den Fuß dazwischen bekam.
In der 10. Spielminute gelang der Gast zu seiner ersten Chance. In der 21. Spielminute lief Julia Harder über links alleine auf das Tor der Obereichstätterinnen zu; der zu harmlose Abschluss konnte jedoch von der Gäste-Torhüterin pariert werden.
Obereichstätt hielt, wie bereits aus dem Hinspiel bekannt, stets körperlich robust dagegen, wodurch einige Post-Spielerinnen während des Spiels behandelt werden mussten und auch einige Freistöße im Mittelfeld resultierten. Der Gast hatte die zwingenderen Chancen und auch zahlreiche Eckstöße, die Abwehr um Torfrau Anne Engler war jedoch wie immer gut aufgelegt und rettete ihre Mannschaft vor einem frühen Gegentreffer.
Der Post SV ließ nun mehr nach und ließ sich durch das harte Spiel zunehmend verunsichern und so gelang Elisabeth Schneider schließlich in der 33. Minute der längst überfällige Führungstreffer für den Gast. Post musste froh sein, dass die Führung der Gäste bis zur Halbzeitpause nicht noch höher ausfiel, denn das Spielgeschehen spielte sich nun fast ausschließlich vor dem Post-Tor ab, da sich die Gastgeberinnen nach hinten drängen ließen und nach vorne kein Spielaufbau mehr zustande kam.

Nach der Halbzeit versuchte der Post SV nach dem Motto "Alles oder nichts", durch einige Wechsel in der Offensive mehr Druck nach vorne aufzubauen und erspielte sich durch die Offensive um Nadin Eichhorn, Ju Neumeier, Laura Pollack und Christina Heri einige Chancen zum Ausgleich; die Defensive der Obereichstätterinnen stand jedoch stets gut. Auf der Gegenseite ließen die Gäste nicht nach und drängten auf den Ausbau der Führung und Anne Engler musste oft in höchster Not zur Ecke klären. Durch die offensivere Ausrichtung stand man hinten oftmals offen und die Zuordnung fehlte.
In der 73. Spielminute erstmals wieder eine Gelegenheit für Post: die mit aufgerückte Nina Ruckriegel wurde vor dem Tor der Gäste angespielt, setzte sich gegen die zahlreichen Abwehrspielerinnen durch und erzielte den umjubelten und zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften Ausgleich zum 1:1.
Post ließ kräftemäßig und konditionell nun mehr nach und Obereichstätt kam in den letzten 15 Minuten noch zu einigen hochprozentigen Chancen, welche die Post-Abwehr jedoch mit vereinten Kräften vereiteln konnte.

Insgesamt muss man über den Punktgewinn mehr als froh sein, denn die Obereichstätterinnen waren über das komplette Spiel hinweg die klar bessere und dominierende sowie konditionell und technisch überlegene Mannschaft. Durch eine gut stehende Abwehr um Torfrau Anne Engler konnte man zahlreiche Chancen verhindern, jedoch muss man sich langsam eingestehen, dass man mit einer solchen Leistung wohl gegen keinen Gegner in der Liga drei Punkte holen kann. Vor allem in der Offensive fehlen zwingende Torchancen. Der Punktgewinn ist glücklich, bringt jedoch keinem der beiden Teams etwas.

Bereits am kommenden Sonntag in Bayreuth hat man die nächste Gelegenheit, eine bessere Leistung abzuliefern.