Spielbericht

Post SV Nürnberg I – SV Frensdorf
0 : 5

15. November 2015
Anstoß: 12:15 Uhr

Das letzte Spiel vor der Winterpause lief für alle Beteiligten der Heimmannschaft anders als geplant. Gegen die Gäste aus Frensdorf, die bisher auswärts erst zwei Punkte geholt hatten, wollte man mit einem positiven Saisonabschluss in die Pause gehen.

 

Zu Beginn traten die Postlerinnen entsprechend selbstbewusst auf. Bereits in der 2. Minute gaben Ines Rudel und Nici März jeweils einen Torschuss ab – und damit hatte man bereits mehr Schüsse abgegeben als im gesamten Spiel letzte Woche gegen den FC Nürnberg.

In der 4. Minute kamen die Gäste erstmals gefährlich vor das Tor von Anne Engler. Innenverteidigerin Natalie Faulhaber klärte jedoch souverän, bevor es richtig gefährlich wurde. Das Spiel verlief ohne große Vorkommnisse. Der Wind ließ auf beiden Seiten keinen richtigen Spielfluss über mehrere Stationen zu.

In der 15. Minute legte Melanie Friedel auf Annalena Lauger zurück, deren Schuss Anne Engler halten konnte. In der 18. Minute musste Nadin Eichhorn eine Situation klären und verletzte sich dabei.

Das Spiel lief weiter und durch die Unruhe in der Post-Abwehr gelangten die Gäste mit Ankündigung über die andere Seite durch Annalena Lauger zum Führungstreffer. In der 21. Minute versuchte Nici März ihr Glück mit einem Alleingang und in der 32. Minute wurde Clara Bader von Ines Rudel geschickt, bevor Nici März in der 33. Spielminute noch einen Schuss abgab – alle Bemühungen, den Ausgleich zu erzielen, verliefen im Sand und waren am Ende zu harmlos.

Die Gäste gelangten nach ihrem Tor zu keinen gefährlichen Aktionen mehr. Man rechnete schon damit, mit dem 0:1 in die Pause zu gehen, als in der 42. Minute Annalena Lauger seelenruhig ohne gestört zu werden zum 0:2 vollenden konnte. Ein Schuss von Judith Neumeier auf Seiten der Postlerinnen setzte den Schlusspunkt für die erste Hälfte.

 

Ähnlich wie letzte Woche verlief die Halbzeitansprache. Wieder einmal lag man zurück und wollte in der zweiten Halbzeit zurück ins Spiel finden.

Doch ein Schuss von Nici März sowie einige Aktionen der eingewechselten Nina Ruckriegel reichten nicht für den Anschlusstreffer. Wieder waren es die Gäste, die ihre Chancen effizienter nutzten und in der 53. Minute durch Melanie Friedel, die komplett alleine stand, den dritten Treffer erzielten.

In der 58. Spielminute verwertete Marsia Gath einen langen Freistoß, der von Stephanie Daun aus der eigenen Hälfte kam, unbedrängt zum 0:4 aus Post-Sicht. Post machte nun mehr Druck nach vorne. Alle Schüsse waren jedoch zu halbherzig und ungenau und wenn sie auf das Tor kamen, stellten sie kein Problem für die Gästetorhüterin dar.

In der 88. Spielminute markierte Annalena Lauger schließlich durch eine Einzelaktion den Endstand von 0:5.

 

Dass das Ergebnis gegen nicht überragende Gäste so hoch ausfiel, muss unter anderem der Tatsache zugeschrieben werden, dass die Mannschaft in der Defensive insgesamt zu unkoordiniert und harmlos auftritt. Man ließ den Gästen heute und letzte Woche zu viel Raum und versäumte es, die Spielerinnen frühzeitig zu stören, sodass diese ungehindert zum Abschluss kamen.

Die Abwesenheit der eigentlichen Abwehrchefin Sarah Ensslin, die verletzungsbedingt pausieren muss, macht sich von Spiel zu Spiel bemerkbar. Jedoch muss oft schon frühzeitiger im Mittelfeld gestört werden. Zudem sind die Aktionen nach vorne viel zu harmlos und ungenau. Oft wird, wenn der Ball einen der Stürmerinnen erreicht, überhastet und unkonzentriert abgeschlossen, in anderen Situationen erst gar nicht geschossen. So geht man mit einem negativen Vorrunden-Abschluss sowie einem ratlosen Gefühl in die Winterpause. Hinzu kommt die Verletzung von Judith Neumeier, die in der 65. Spielminute das Feld humpelnd verlassen musste.

 

Die Mannschaft wird nun die Pause nutzen, um etwas Abstand zu gewinnen und den Kopf frei zu bekommen, um dann in der Rückrunde wieder voll anzugreifen und ihr Potenzial auszuschöpfen. Bleibt zu hoffen, dass alle Verletzten bis dahin genesen sind, sodass man spielertechnisch wider den kompletten Kader zur Verfügung hat und vielleicht sogar im Winter die ein oder andere Verstärkung hinzu gewinnt.