Spielbericht

FC Ezelsdorf – Post SV Nürnberg I
0 : 2

02. Mai 2015
Anstoß: 16:00 Uhr

Am 18. Spieltag der BOL Mittelfranken war der Post SV Nürnberg beim FC Ezelsdorf zu Gast. Nach durchwachsenen letzten Wochen zeigten die Nürnbergerinnen mit geschlossener Mannschaftsleistung, Kampfgeist, Zusammenhalt und Spielfreude eine deutliche Reaktion und nahmen einen hochverdienten 2:0-Sieg mit nach Hause.

Die Gäste waren von Anpfiff an hochkonzentriert und kombinierten sich immer wieder gefährlich vor das FCE-Tor. Kombinationsfußball war auch das einzige Mittel gegen die weit herausgerückte Heim-Defensive. Zahlreiche Versuche der Postlerinnen, den Ball auf ihre Sturmspitzen durchzustecken, scheiterten aufgrund des hervorragenden Ezelsdorfer Abseitsspiel knapp hinter der Mittellinie – eine riskante Spielweise, wenn man bedenkt, dass es kein Schiedsrichtergespann gibt. Schiedsrichterin Karin Krapfenbauer erkannte die Situationen ausnahmslos sehr gut. Nach zehn Minuten folgte dann durch Freistoß der erste Torschuss von Ines Rudel auf das Tor von Yvonne Kapp, welche den Schuss aufs kurze Eck parieren konnte. Wenig später kombinierten sich die Gäste bis vor das Tor exzellent durch. Mittelfeldakteurin Juliana Adler wurde an der Strafraumgrenze freigespielt und schlenzte den Ball am langen Pfosten vorbei (13. Minute). Erneut kurz darauf kam Außenbahnspielerin Nicole Winkler nach missglückter Flanke von Judith Neumeier in aussichtsreicher Position zum Abschluss, allerdings nicht präzise genug (16. Minute). Die Post-Offensive stellte sich nun auf die weit aufgerückte FCE-Abwehr ein. Stürmerin Nina Ruckriegel startete im richtigen Moment und behauptete den durchgesteckten Ball, wurde beim Torabschluss aber noch entscheidend von der Ezelsdorfer Mittelfeldakteurin Nadja Eckstein gestört und schoss knapp vorbei (26. Minute). Nur zwei Minuten später folgt eine Doppelchance für die Gäste. Erst konnte Kapp Ruckriegels Schuss parieren, Clara Baders Nachschuss hielt die Torhüterin dann fest (28. Minute). In der nächsten Aktion spielten die Nürnbergerinnen schnell von hinten heraus. Bader verwertete ein präzises Zuspiel von Innenverteidigerin Stefanie Fröhlich eiskalt und erzielte den verdienten Führungstreffer für die Gäste (30. Minute). In der Folge kamen die Gastgeberinnen einige Male in Richtung PSV-Tor. Die gut stehende Abwehr konnte allerdings souverän klären. Lediglich Weitschüsse brachten die Gäste-Anhänger kurzzeitig zum Durchatmen, konnten allerdings nichts Zählbares für die Ezelsdorferinnen einbringen (39. Minute). Krapfenbauer pfiff zur Halbzeitpause.

Die erste Aktion nach Wiederanpfiff hatten die Gastgeberinnen mit einem Schuss aus gut 18m knapp über das Post-Tor (46. Minute). Die Aggressivität nahm nun zu, doch die souverän leitende Schiedsrichterin behielt auch in dieser Phase den Überblick und die Kontrolle. In der 52. Minute unterbrach sie das Spiel nach Foul an Winkler. Ein Geistesblitz von PSV-Spielführerin Rudel brachte dann die insgesamt verdiente 2:0-Führung, als sie den zum Freistoß bereit liegenden Ball blitzschnell Richtung FCE-Tor trat. Die Spielerinnen des FC Ezelsdorf hatten komplett abgeschalten, als eine Mitspielerin am Boden lag. Torhüterin Kapp stand herausgerückt im Strafraum und der Ball senkte sich unter die Latte ins Tor. Krapfenbauer entschied auf regulären Treffer, da der Ball nicht gesperrt war. Nur kurze Zeit später wurde Rudel mit der gelben Karte verwarnt (55. Minute). Die größeren Chancen behielt der Post SV auch in der zweiten Hälfte, doch die Ezelsdorferinnen provozierten immer wieder brenzlige Situationen und Missverständnisse in der Nürnberger Hintermannschaft. Nach Ballgewinn und schnellem Umschalten der PSV-Defensive und Pass von Innenverteidigerin Sarah Enßlin auf Bader konnte diese überlegt ins Zentrum ablegen. Die mitgelaufene Ruckriegel zog fulminant aufs Tor ab, traf allerdings die Heim-Keeperin genau im Gesicht (62. Minute). Nach kurzer Behandlungspause kamen die Gastgeberinnen erneut zu einer Tormöglichkeit, die Stürmerin schoss den Ball aber am Tor vorbei. Eine viertel Stunde später wieder ein Torschuss von Ezelsdorf, wieder am PSV-Tor vorbei (79. Minute). Gute zehn Minuten vor Schluss hatten die Gäste den Torjubel schon fast auf den Lippen. Rudels Freistoß nach Foul an Ruckriegel verfehlte das Tor nur knapp (79. Minute). Kurz vor Schluss ein Wechsel auf Seiten des Tabellenführers. Winkler wurde durch Neuzugang Charlotta Lein ersetzt (83. Minute). Kaum zwei Minuten später kam Lein zum ersten Torschuss. Kapp parierte und Neumeier verarbeitete den Abpraller zu harmlos (85. Minute). Anschließend ein weiterer Wechsel beim Post SV. Für Neumeier kam Laura Pollack ins Spiel (89. Minute). Kurz vor Schluss kamen die Gastgeberinnen nochmal in Richtung Post-Tor. Eine Hereingabe von der rechten Seite konnte zur Ecke geklärt werden. Der folgende Eckball stellte keine Gefahr dar. Ein letztes Mal für kurzzeitigen Atemstillstand sorgten die Innenverteidigerinnen der Gäste, die sich bei der Abstimmung untereinander aus Sicht der Teamkolleginnen etwas zu viel Zeit ließen. Jedoch schalteten auch die Offensivkräfte des FC Ezelsdorf nicht schnell genug und die Situation wurde doch noch geklärt. Den Schlusspunkt setzte noch eine gelbe Karte für Adler (90. Minute).

Dann pfiff Krapfenbauer die von beiden Seiten temporeiche und spielerisch sehr gute Partie ab.