Spielbericht

SpVgg Erlangen – Post SV Nürnberg I
1 : 1

18. April 2015
Anstoß: 16:00 Uhr

Am 16. Spieltag der BOL-Saison gastierte Tabellenführer Post SV Nürnberg bei der Spielvereinigung in Erlangen. Das Saisonziel klar vor Augen, gingen die Gäste entschlossen und motiviert ins Spiel.

Die aus der Vorrunde bekannte und zuletzt vermisste Kombinationsfreude der Nürnbergerinnen war wieder klar zu erkennen und wurde entsprechenden den Angaben der Trainerinnen Danja Hofmann und Cornelia Beyer gut umgesetzt. So spielte das Team um Spielführerin Ines Rudel in der ersten Halbzeit einige gute Tormöglichkeiten heraus. In der 7. Minute war es Stürmerin Nina Ruckriegel, welche eine präzise Flanke von der rechten Seite mit dem linken Fuß direkt nahm. Ihr fulminanter Schuss ließ das Netz allerdings nur von außen zappeln. Wenig später kam Außenspielerin Laura Pollack aus 18m zum Abschluss. Der Schuss war jedoch zu harmlos und ging am Tor vorbei (16. Minute). Fünf Minuten später erahnte die aufmerksame Ruckriegel einen Fehler der Erlanger Hintermannschaft. Sie eroberte blitzschnell den Ball und spielte überlegt ins Zentrum zu Sturmpartnerin Nadin Eichhorn. Ehe diese zum Abschluss kommen konnte,  klärte die kompakt stehende Erlanger Abwehr in letzter Sekunde (21. Minute). Die nächste Aktion gehört erneut den Gästen. Außenspielerin Clara Bader kommt aus 16m von halbrechts zum Abschluss. Allerdings erneut zu harmlos um Erlangens starke Torhüterin Marlen Weise zu überwinden. Nach gut einer halben Stunde konnte erneut Bader im Strafraum nur durch ein Foul vom Ball getrennt werden. Torhüterin Weise wurde für ihr Einsteigen außerhalb des Fünfmeterraums mit der gelben Karte verwarnt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Linksverteidigerin Mona Bieberich souverän zur 1:0-Führung (33. Minuten). In der Folge konnten die Gäste zahlreiche Möglichkeiten aus Standards sowie gute Abschlüsse der Offensivkräfte nicht im Tor unterbringen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Nürnbergerinnen erneut Druck auf das Tor der Gastgeberinnen. Bader setzte sich auf Außen durch, bediente Ruckriegel im Zentrum. Erneut ist Weise zur Stelle (46. Minute). Die Postlerinnen gaben nun das Spiel etwas aus der Hand und konnten an die gute erste Halbzeit nicht anknüpfen. Durch unsauberes Passspiel, zu wenig Konzentration und Konsequenz, sowie nachlassende Kräfte machten die Gäste die Spielvereinigung nochmal stark und ließen sich in die eigene Hälfte drängen. Nach einer Stunde fiel der zu erwartende Ausgleich (60. Minute). Der Nürnberger Hintermannschaft fehlte die Zuordnung, so kam Susi Kolb aus 18m unbedrängt zum Schuss. PSV-Torhüterin Anja Sander konnte den platzierten Schuss parieren, den Abpraller spielte eine durchgelaufene Erlangerin überlegt auf die im Fünfmeterraum freistehende Torschützin. In der nächsten Aktion hatte Pollack den erneuten Führungstreffer auf dem Fuß, als sie im Laufduell gegen die Erlanger Abwehrspielerin Stand hielt. Nur noch 10m vor dem Tor warteten die Nürnberger Anhänger – den Torjubel schon auf den Lippen – vergeblich auf den Torabschluss. So konnte die herauslaufende Torhüterin den Ball klären (61. Minute). Einige Zeit später spielten sich die Gäste durch ein einfaches Doppelpassspiel erneut eine Möglichkeit für Eichhorn heraus, welche von der Erlanger Abwehr vereitelt wurde (78. Minute). Auch nach drei Wechseln und damit verbundenen Rotationen im Konstrukt der Postlerinnen fanden die Gäste nicht wieder zurück in ihr Spiel. Individuelle Unsicherheit in der Abwehrkette luden die Spielvereinigung immer wieder zu Möglichkeiten ein, was teilweise nur mit regelwidrigen Mitteln unterbunden werden konnte. So ahndete Schiedsrichter Albrecht Werner ein Foul unmittelbar vor der Strafraumgrenze von Innenverteidigerin Sarah Enßlin an der Stürmerin der Spielvereinigung mit einer gelben Karte. Der darauffolgende Freistoß wurde von der Mauer geblockt und konnte geklärt werden (82. Minute). Eine weitere Erlanger Torchance nach Fehler von Enßlin im Aufbauspiel konnte Innenverteidigerin Stefanie Fröhlich rechtzeitig verhindern (88. Minute). Der souveräne Schiedsrichter pfiff die Partie mit einem gerechten 1:1-Unentschieden ab.

Für den Post SV Nürnberg bedeutet dieses Remis den dritten Punktverlust in der laufenden Saison. Nun gilt es, Fehler abzustellen und die Konzentration auf das am Mittwoch stattfindende Pokal-Viertelfinale, vor allem aber auf das Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth in der Liga am kommenden Sonntag auf heimischem Rasen zu richten.