Spielbericht

TSV Mörsdorf – Post SV Nürnberg I
0 : 1

08. November 2014
Anstoß: 14:30 Uhr

Am 9. Spieltag der Bezirksoberliga gastierte der Post SV Nürnberg beim TSV Mörsdorf. Die Postlerinnen hatten sich in der Vergangenheit auf dem Mörsdorfer Sportgelände immer schwer getan, demnach stand dem Team von Cornelia Beyer und Danja Hofmann einmal mehr harte Arbeit bevor.

 

Den Erwartungen entsprechend gestaltete sich das Spiel in der ersten Halbzeit recht schwierig. Die Postlerinnen agierten zu wenig konsequent und unkonzentriert. Die Gastgeberinnen konnten den Versuch der Nürnbergerinnen, ihr gewohntes Spiel aufzuziehen, immer wieder unterbinden.

 

Kaum angepfiffen lief der erste Angriff über Clara Bader. Diese setze sich auf der rechten Außenbahn unaufhaltsam bis zur Grundlinie durch und brachte die Kugel gefährlich vors Tor. Leider konnte der Ball nicht eingenetzt werden. Ein vielversprechender Start, doch wirklich nachlegen konnten die Post-Mädels nicht.

Die nächste Aktion des Spiels gestaltete Mörsdorf mit einem gefährlich getretenen Eckball. PSV-Torhüterin Anja Sander konnte den Ball zunächst abwehren, ehe Laura Pollack endgültig klärte (2. Minute).  Wenige Minuten später hat auch der Post SV die erste Möglichkeit durch einen Eckball, konnte aber nichts Zählbares erzwingen. Der folgende Gegenangriff der Mörsdorferinnen führte zu erneutem Eckball. Anja Sander stand erneut goldrichtig und konnte klären (10. Minute). Zehn Minuten später kamen die TSVlerinnen nach Abstoß vor das Gästetor, waren allerdings im Abschluss zu unkonzentriert.  Im direkten Gegenzug setzte sich Außenbahnspielerin Laura Pollack energisch durch und legte in die Mitte ab, Clara Bader konnte den Ball nicht erfolgreich verwerten (21. Minute). Das Spiel ging nun hin und her. So erspielten sich die Gastgeberinnen erneut eine Eckballsituation, welche von Sarah Enßlin im Zentrum geklärt werden konnte. Gegenüber trat Post-Captain Ines Rudel erneut einen guten Eckball in den Strafraum, die Mörsdorferinnen waren hellwach und klärten rechtzeitig (23. Minute). In der 34. Minute hielten die Gäste erstmals den Atem an, als Laura Pollack beim Mörsdorfer Eckball am langen Pfosten goldrichtig stand und auf der Linie klärte. Das anschließende Chaos im Fünfmeterraum konnte von den Gästen nicht geklärt werden, der Abschluss der TSV-Stürmerin nach nicht geahndetem Foul an Keeperin Anja Sander ging knapp am Tor vorbei. Wenig später fiel das zu diesem Zeitpunkt völlig unerwartete Führungstor für die Gäste. Nach Einwurf von Nadin Eichhorn auf der rechten Seite setzte sich Stürmerin Nina Ruckriegel brilliant durch und legte auf die in den Sechzehner durchgelaufene Außenbahnspielerin Clara Bader, welche überlegt ins lange Eck einschob (40. Minute). Kurz darauf mussten die Gastgeberinnen bereits wechseln, für die angeschlagene Annalena Schmid kam Sonja Schnabel ins Spiel (42. Minute). Im Anschluss folgte die Antwort des TSV auf das Gegentor mit erneut gefährlicher Standardsituation.  PSV-Außenverteidigerin Sabine Fischer konnte rechtzeitig klären. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte Mörsdorf nochmals einen ungefährlichen Freistoß, danach ertönte der Pausenpfiff.

 

Für die zweite Hälfte nahm sich zum einen die PSV-Defensive um Stefanie Fröhlich und Sarah Enßlin vor, die gefährlichen Eckbälle und Standardsituationen in Strafraumnähe zu vermeiden, zum anderen wollte sich das gesamte Team die glückliche Führung durch deutlich gesteigerte Leistung nun auch verdienen. Dies gelang den Gästen aus der Frankenmetropole mustergültig. Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs drängten die Postlerinnen die Gastgeberinnen tief in die eigene Hälfte zurück und erspielten sich in den Anfangsminuten eine Serie von Eckbällen. Gefährlich getreten von Ines Rudel konnten sich die Offensiv-Kräfte im Sechzehner nicht entsprechend gegen eine starke Mörsdorfer Abwehr durchsetzen. Im Anschluss spielte sich das Wesentliche wieder im Mittelfeld ab. Einige Freistöße konnten nicht gefährlich vor das TSV-Tor gebracht werden. In der 59. Minute trat Ines Rudel erneut einen Eckball in den Sechzehner. Nina Ruckriegels Schuss traf nur den Querbalken, jedoch wurde zuvor vom Schiedsrichter ein Handspiel gesehen und abgepfiffen.

Eine Minute später ahndete Schiedsrichter Püntzner ein Foul von Franziska Fleischmann an der Mittellinie mit der ersten gelben Karte des Spiels (60. Minute), der darauffolgende Freistoß von Ines Rudel brachte nichts ein. Nach einer guten Stunde erfolge dann auch der erste Wechsel auf Seiten der Gäste. Stefanie Werner ersetzte Laura Pollack auf der rechten Außenbahn (63. Minute). Kurz drauf erarbeitete sich der TSV Mörsdorf nochmal einen Eckstoß, welcher erneut gefährlich vors Tor getreten wurde (65. Minute). Stefanie Fröhlich klärte souverän. Ein direkt folgender Mörsdorfer Freistoß aus dem Halbfeld gelang erneut ins Zentrum der Post-Defensive. Diesmal stand Sarah Enßlin zum Klären bereit (66. Minute). Im direkten Konter zeigten die Postlerinnen ihre Klasse bei guter Kombination über die rechte Seite. Nach Zusammenspiel zwischen Stefanie Werner und Sabine Fischer flankte letztere in den Fünfmeterraum auf Nina Ruckriegel. Letztere attackierte die TSV-Torhüterin etwas schroff, der Schiedsrichter entschied auf Freistoß für den TSV. Der Gegenzug der Mörsdorferinnen endete mit einer Flanke vors Gästetor. Stefanie Werner vereitelte die Chance (69. Minute). Auf der anderen Seite setzte sich Clara Bader nach Zusammenspiel mit Nina Ruckriegel durch, ihren Querpass konnte Nina Ruckriegel nicht verwerten. Nun folgten Wechsel auf beiden Seiten. Nina Ruckriegel musste verletzt runter und wurde durch Nicole Winkler ersetzt. Beim TSV Mörsdorf kam Nadine Köhl für Annika Schmidt (74. Minute). Eine Minute später erneute Chance für die Gäste nach Pass von Ines Rudel auf die rechte Seite. Nadin Eichhorn setzte das Leder knapp neben das Tor. Im Anschluss holte sie sich wegen Uneinigkeit mit dem Schiedsrichter die gelbe Karte ab (77. Minute). Kurz vor Schluss wurde es nochmal gefährlich vor dem Gästetor. Ein Freistoß von rechts außen konnte von Ines Rudel nicht sicher geklärt werden, dann wurde es nochmal gefährlich bis der Schiedsrichter wegen Foul an der zur Unterstützung zurückgeeilten PSV-Stürmerin Nadin Eichhorn unterbrach.  Kurz drauf pfiff er das Spiel ab.

 

In einem fairen, doch trotzdem von Unterbrechungen geprägten Spiel setzte sich der Post SV Nürnberg aufgrund der zweiten Halbzeit verdient mit 1:0 durch und behält somit weiterhin die Tabellenführung.