Spielbericht

FV Dittenheim – Post SV Nürnberg I
1 : 1

28. September 2013
Anstoß: 16:00 Uhr

Die Frauen des Post SV Nürnberg waren am 5. Spieltag der Bezirksoberliga Mittelfranken zu Gast beim FV Dittenheim.

 

Wie schon die Spiele zuvor begannen die Nürnbergerinnen mit enormem Druck auf das gegnerische Tor und spielten sich bis zur 5. Minute bereits fünf gute Torchancen heraus. Laura Pollack schoss knapp über das Tor (1. Minute). Kurz darauf gewann Denise Lämmermann das Laufduell gegen die FV-Abwehrspielerin, ihr guter Torabschluss ging allerdings nur an den Pfosten (2.). Wenige Minuten später suchte Sarah Enßlin nach gutem Zusammenspiel der PSV-Mittelfeldakteurinnen aus 25 Metern den Abschluss ins lange Eck, die Torhüterin der Gastgeberinnen parierte mit einer Glanzparade. Auch der Torabschluss von Clara Bader kurz darauf brachte nichts Zählbares ein. Die Anfangsoffensive der Gäste riss nicht ab und so hatte in der 18. Minute Clara Bader die Riesenchance auf den Führungstreffer. Libera Nadja Fröhlich war mit nach vorne gestoßen, ihr Schuss konnte von der Torhüterin nur pariert werden und Clara Bader köpfte den Ball sowohl an der bereits geschlagenen Torhüterin als auch dem Tor vorbei. Drei Minuten später erläuft Clara Bader einen Diagonalpass von Felizia Bernutz auf Höhe der Strafraumgrenze und schob den Ball überlegt ins lange Eck zur längst überfälligen 1:0-Führung ein (21. Minute). Knapp zehn Minuten später kam der FV Dittenheim erstmals in aussichtsreicher Position vor das Gästetor, der direkt ausgeführte Freistoß ging am Tor vorbei und stellte somit keine Gefahr dar. Auf der anderen Seite hatte Denise Lämmermann mit Ball am Fuß erneut den Zug zum Tor, wurde von der Gegenspielerin gehalten und konnte so nicht mehr konzentriert zum Torabschluss kommen (37. Minute). Im nächsten Angriff war Mittelfeldspielerin Sandra Skerwiderski nach vorne durchgebrochen und konnte nur durch ein von Schiedsrichter Peter Schmiedl nicht geahndetes Foulspiel im Strafraum gestoppt werden (42. Minute). Die Postlerinnen ließen sich dadurch nicht unterkriegen und machten weiterhin ordentlich Druck. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der Post SV nach schönem Zusammenspiel zwischen Alex Harbowy und Sarah Enßlin eine weitere „Hundertprozentige“, um die Führung auszubauen und somit eine gewisse Sicherheit ins Spiel zu bringen. Sarah Enßlin vergab freistehend aus 11 Metern (43. Minute). Kurz darauf folgte die Halbzeitpause. Wieder einmal dominierten die Nürnbergerinnen das Spiel, schafften es aber nicht, die zahlreichen Torchancen für sich zu nutzen.

Zur zweiten Halbzeit brachte das Nürnberger Trainerteam für die in der ersten Halbzeit gut arbeitende Kristina Fleischmann Stefanie Fröhlich auf der Linksverteidigerposition (46. Minute). Die Gäste kamen in der zweiten Halbzeit nicht ins Spiel, ließen sich unter Druck setzen und passten sich nach und nach der Spielweise des Gegners an. Der FV kam nun öfter vor das Gästetor, konnte jedoch die teilweise „alleingelassene“ Nürnberger Defensive nicht überwinden. Die PSV-Verantwortlichen reagierten auf das Spielgeschehen mit frischen Kräften im Mittelfeld. Bianca Gomes kam für Alex Harbowy (55. Minute) und Youngster Nina Ruckriegel für die Außenbahnspielerin Laura Pollack (60. Minute). In der 70. Minute kamen die Gastgeberinnen nach schnellem Passspiel im Mittelfeld vor das PSV-Tor. Die konzentrierte Keeperin Anne Engler war zur Stelle und konnte das direkte Duell gegen die Stürmerin für sich entscheiden. Ein weiterer Wechsel 15 Minuten vor Schluss sollte nochmal für Druck nach vorne sorgen. Clara Bader verließ den Rasen, für sie kam Stürmerin Stefanie Presl ins Spiel (75. Minute). Kurz darauf erneut eine gute Gelegenheit für den FV Dittenheim, als im Mittelfeld der Gäste ein Abstimmungsfehler zu einem gefährlichen Fehlpass führte. Die FV-Stürmerin erläuft den Ball in zentraler Position und geht alleine auf das Gästetor zu. Zum Glück für den PSV war der Abschluss zu unpräzise (80. Minute). Entsprechend der Fußballweisheit: „Wer vorne die Chancen nicht nutzt, wird hinten dafür bestraft“ endete das Spiel aus Sicht der Gäste sehr unglücklich. Ein Freistoß an der Mittellinie, an die Strafraumgrenze geschlagen und von Verteidigerin Stefanie Fröhlich per Kopf ungewollt verlängert, fand nach einigen hektischen und chaotischen Sekunden im Strafraum des Post SV den Weg zum 1:1-Ausgleich ins Tor (90. Minute). Eine halbe Minute später wurde das Spiel abgepfiffen.

 

Die Punkteteilung geht aufgrund der schlechten zweiten Halbzeit und der zahlreichen vergebenen Großchancen des Post SV Nürnberg in Ordnung, jedoch müssen die Frauen vom Ebensee schnell wieder zu alter Form finden, über die komplette Spielzeit konzentriert arbeiten und an die Chancenverwertung der letzten Saison anknüpfen, um in der Liga den Anschluss nach oben wieder zu erlangen.