Spielbericht

Post SV Nürnberg I – TSV Brand
3 : 2

05. Mai 2013
Anstoß: 13:00 Uhr

Am vergangen Sonntag empfing der Post SV Nürnberg auf heimischem Rasen den Rivalen aus Brand.

 

Dass gegen das Team von Ex-PSV-Trainer Herbert Porzner eine kampfbetonte Partie bevorsteht, war sowohl Spielerinnen als auch dem Betreuerteam um Coach Cornelia Beyer bereits vor dem Anpfiff klar. Diese Erwartung wurde von Beginn an bestätigt. So war es in der Anfangsphase Nadin Eichhorn, die von halbrechts den Zug zum Tor sucht und im 16er zu Fall gebracht wird. Schiedsrichter Dieter Wolfsberger zeigt sofort auf den Punkt. Den Strafstoß verwandelte Captain Danja Hofmann gegen Ex-Teamkollegin Tanja Brehmer souverän zum 1:0 für den Post SV (8.). Mit der Führung im Rücken erhoffte man sich nun mehr Sicherheit, um so das Spiel ruhiger zu gestalten. Das gelang den Gastgeberinnen phasenweise sehr gut, jedoch waren Torabschlüsse von Ines Rudel (17.) und Denise Lämmermann (18.) zu harmlos für Gästetorwart Brehmer. Nach schöner Kombination im Mittelfeld zwischen Laura Pollack, Eichhorn und Clara Bader kam Letztere zum Torabschluss, den die Gästekeeperin zwar parieren, aber nicht festhalten konnte. Nach dem Abpraller setzte Bader die Außenverteidigerin Nadja Fröhlich in Szene, deren Torschuss gehalten wurde (20.). Im Gegenzug konnte eine Offensiv-Bemühung der Gäste gestoppt werden, was der Schiedsrichter jedoch ahndete. Der Freistoß aus knapp 30 Metern stellte keine Gefahr für die Nürnbergerinnen dar. In der Folge erreichte ein langer Ball aus der Defensive TSV-Stürmerin Carolin Horlamus, welche das Laufduell gegen Fröhlich gewinnen konnte und den Ball ins lange Eck schob. Nicht ganz perfekte Platzverhältnisse im Torraum erschwerten den Klärungsversuch der Verteidigerin ungemein. Ausgleich zum 1:1 (22.). Sieben Minuten später ereignete sich eine nahezu identische Situation. Fröhlich konnte Horlamus aber beim Torabschluss stören – der Schuss ging knapp links vorbei. Im weiteren Spielverlauf agierte die Beyer-Elf mit guten Kombinationen im Spielaufbau und erfolgreichem Pressing in der Offensive, sodass die Gäste meist nur über weite Bälle und Kontor für Gefahr in der Nürnberger Abwehr sorgen konnten. Nach, entgegen manch differierender Sichtweise einiger TSVler, fairer Balleroberung in der eigenen Hälfte setzte sich Hofmann an der rechten Außenlinie gut durch und flankte auf Stürmerin Eichhorn in den 16er. Der Ball wurde von der Gästeverteidigerin abgefangen und beim Klärungsversuch direkt ins eigene Tor verwandelt, 2:1 für die Gastgeber (34.). Mit einer Führung für den Post SV ging es in die bei diesen sehr sommerlichen Bedingungen ersehnte Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Mädels vom Ebensee viel Druck nach vorne, waren aber in letzter Konsequenz nicht konzentriert genug. Der Torschuss von Sarah Enßlin (46. für Lämmermann) fünf Minuten nach Wiederanpfiff ging knapp vorbei. Weitere gute Möglichkeiten der PSV-Offensivkräfte konnten von der Gästekeeperin pariert werden. Eine Unaufmerksamkeit der Post-Defensive, die um Libera Sandra Skerwiderski grundsätzlich gut stand, führte in der 55. Minute zum 2:2 Ausgleich für den TSV Brand. Den ersten Torschuss konnte PSV-Keeperin Anne Engler parieren, wurde dann jedoch von ihren Vorderleuten nicht ausreichend unterstützt. So konnte die Gäste-Stürmerin den Abpraller relativ unbedrängt einschieben. Zwei Minuten später wurde ein Eckball des TSV zu inkonsequent geklärt. Die erneute Flanke in den 16er fand ihren Abnehmer allerdings im Abseits stehend. Die Postlerinnen hatten nun wieder mehr Spielanteile und machten zunehmend Druck auf das gegnerische Tor. Die Angriffe wurden jedoch nach wie vor zu unpräzises zu Ende gespielt, es fehlte des Öfteren die nötige Konzentration auf Zusammenspiel, den finalen Pass oder den Torabschluss. Mehrmals wurden die Bemühungen der Gastgeberinnen durch Foulspiel gestoppt. Die darauf folgenden Freistöße (66. und 68.) brachten allerdings nichts Zählbares ein. Auch ein Kopfball von Eichhorn nach Eckball verfehlte sein Ziel (70.). Der Gegenangriff des TSV Brand wurde noch vor der Mittellinie durch grobes Foulspiel von Enßlin an Horlamus gestoppt, welches Schiedsrichter Wolfsberger mit einer gelben Karte ahndete. Eine direkt folgende Tätlichkeit der emotionsgeladenen Ex-Postlerin Horlamus gegen Enßlin wurde zur Empörung der Nürnberger Anhänger nicht geahndet. Kurze Zeit später erneut ein Eckball für den Post SV, der jedoch wiederum nicht den Weg ins Tor findet (77.). Die folgenden gut zehn Minuten spielten sich wieder größtenteils im Mittelfeld ab. Kristina Fleischmanns (75. für Stefanie Fröhlich) Flanke von rechts Außen erreicht Eichhorn im 16er, deren Kopfball und Nachschuss allerdings jeweils geblockt wurden. Die letzte Aktion der regulären Spielzeit erinnerte stark an die Schlussphase im Heimspiel zwei Wochen zuvor, denn eben so führte Enßlin einen Eckball aus, den Eichhorn in Torerfolg ummünzen konnte. Zunächst war es Skerwiderski, die den direkten Torabschluss suchte, aber geblockt wurde. Dann stand Eichhorn einmal mehr goldrichtig und konnte den Abpraller per Kopf einnetzen (89.). Dem Siegtreffer zum 3:2 folgte eine für beide Seiten unverständliche 7-minütige Nachspielzeit, ehe die Post-Mädels den vierten Sieg in Folge mit ihren Fans feiern konnten.

 

Am kommenden Samstag, am vorletzten Spieltag der Saison, können die Postlerinnen mit einem Punkteerfolg im Lokalderby beim 1. FC Nürnberg die Vize-Meisterschaft klarmachen.