Spielbericht

Post SV Nürnberg I – FV Dittenheim
2 : 0

21. Oktober 2012
Anstoß: 15:00 Uhr

Um 15:00 Uhr ertönte am A-Platz des Sportparks Ebensee der Anstoßpfiff für die Partie Post SV Nürnberg gegen den FV Dittenheim, während sowohl Zuschauer, als auch Spieler und Betreuer nach den angekündigten 20 °C suchten.

 

Die erste Halbzeit gegen das bis dato für die Nürnbergerinnen noch unbeschriebene Blatt Dittenheim gestaltete sich erneut problemreich für die Heimmannschaft und erinnerte mit ihrer hektischen Anfangsphase und einigen Fehlpässen an die letzten 20 min der ersten Hälfte der Begegnung eine Woche zuvor. Viele Steilpässe und weite Bälle konnten nicht von der Post Offensive verwertet werden, da sie zu ungenau gespielt wurden oder die gegnerische Defensive immer ein störendes Bein dazwischen brachte. Einer dieser weit gespielten Bälle in die Spitze, war zum Beispiel auf Denise Lämmermann in der 16. Spielminute, die diesen direkt abnahm, jedoch über das gegnerische Tor schoss. Nach einem weiteren, zu harmlosen Torschuss wenige Minuten danach, kam es zu zu vielen Ballverlusten im Mittelfeld, die es den Schwarz-gelben erstmals erlaubten  vor den Kasten der Postlerinnen zu gelangen und eine Torchance heraus zu spielen, die jedoch für die Nürnberger Torfrau Anne Engler kein allzu großes Problem darstellte. In der 24. Minute verursachte ein erneuter Fehlpass im Spielaufbau der Roten ein Laufduell zwischen der Libera Daniela Lenk und der gegnerischen Kapitänin, woraus ein Eckstoß für die Gäste resultierte, der nur schwer von der Post Defensive aus dem eigenen Sechzehner geklärt werden konnte. Ab der 38. Minute konnte man das von Anfang an körperbetonte Spiel der Dittenheimerinnen  nochmal in seiner vollen Pracht bewundern. Innerhalb von 7 Minuten gab es 3 bis 4 Freistöße für die Postlerinnen, wobei der Unparteiische sogar eine gelbe Karte an die Gäste vergeben musste. Keine dieser Standardsituationen brachte jedoch den Roten den gewollten Führungstreffer ein und so entließ der Schiedsrichter beide Teams zunächst in die Halbzeitpause.

Aus dieser kamen die Nürnbergerinnen dann auch mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein (=P) und entschlossen diese Partie zu ihren Gunsten zu beenden, wieder auf das Spielfeld. Dass der Wille, jetzt in Führung zu gehen, omnipräsent war, konnte man an den Chancen der Gastgeberinnen, die nun im Minutentakt herausgespielt wurden, sehen. Gleich sechzig Sekunden nach dem erneuten Anpfiff, erkämpfte sich Sophie Bielawski in der gegnerischen Hälfte den Ball und gab Ines Rudel somit die erste Möglichkeit der 2.Halbzeit den ersehnten Treffer zu erzielen. Als diese Torchance kein zählbares Ergebnis brachte, wurde selbst die Hintermannschaft unruhig und wenig später versuchte die linke Defensivspielerin Nadja Fröhlich, nach einem Doppelpass mit der links außen Clara Bader ihr Glück, scheiterte jedoch auch am Torabschluss. Post drückte nun gewaltig auf das gegnerische Tor, wobei die Gäste dem zunächst nichts außer einem Eckstoß in der 51. Spielminute zu entgegnen hatten. Diesem entschlossenen Pressing mussten die Gäste letzten Endes in der 54. nachgeben, als Clara Bader ihrer Mannschaft nach einem Traumpass in die Tiefe von Kapitänin Danja  Hofmann das erlösende 1:0 brachte, indem sie  das Zuspiel direkt abnahm und ins gegnerische Netz schlug. Anschließend musste der 23.Mann am Platz noch ein weiteres Mal den gelben Karton zücken, nachdem Nadja Fröhlich erneut rabiat (wie so oft in dieser Begegnung) vom Ball getrennt wurde. Eine weitere Torchance ergab sich aus einem anderen Freistoß, der kurz auf Judith Neumeier ausgeführt wurde, welche nicht lang fackelte, aber leider knapp am rechten Pfosten vorbeischob. Nach einer schnellen Kombination der linken Seite zwischen Bader und Fröhlich N., welche in einer guten Flanke endete, fand das runde Leder jedoch auch keinen Abnehmer. Der Druck der Roten erhöhte sich dennoch immer mehr, bis in der 78. Minute das kuriose 2:0 fiel. Judith Neumeier musste den Ball nur noch ins „leere“ Tor schieben, nachdem dieser nach einem satten Torschuss der Nürnberger Kapitänin vom Bauch der gegnerischen Nr.1  abgeprallt war und diese dadurch kurzzeitig außer Gefecht gesetzt hatte. Anschließend wurden noch 2 Wechsel in der Hintermannschaft der Postlerinnen vorgenommen. Die Gäste kamen noch ein paar Mal in die gegnerische Hälfte, strahlten jedoch keine große Gefahr mehr aus und somit beendete der Referee die Partie.

 

Mit der durch diesen Sieg gewonnenen Zuversicht werden die Nürnbergerinnen in das wichtige Spiel gegen den TSV Brand starten und versuchen, die nächsten 3 Punkte auf ihr Konto zu bringen.